Das große Stadtderby steht an DJK Vilzing geht als Favorit ins Derby beim ASV Cham

Andreas Kalteis (links) und die DJK Vilzing sind am Samstag zu Gast beim ASV Cham. Im Hinspiel setzten sich die Chamer um Kapitän Franz Brandl durch. Foto: Fabian Roßmann

Im Hinspiel hat der ASV Cham das Derby bei der DJK Vilzing 3:1 gewonnen. Gelingt dem Aufsteiger erneut eine Überraschung? Oder schlägt die inzwischen sehr stabile DJK zurück?

Christian Stadler hatte in dieser Saison noch nicht viel Grund um sauer zu sein. Nach dem ersten Saisonspiel der DJK Vilzing war er es aber – und zwar richtig. Von „90 Minuten Kollektivschlaf“ sprach der Trainer nach der 1:3-Heimniederlage im Juli gegen den ASV Cham. Auch heute ärgert er sich noch über den Auftritt damals: „Das war ein richtiger Nackenschlag für uns, wir haben so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.“

Nun, am Samstagnachmittag um 15 Uhr, steht das Rückspiel in Cham an. Und die Verhältnisse zwischen den beiden Teams sind relativ klar. Während die Vilzinger insgesamt erst zwei Saisonniederlagen kassiert haben und auf Rang zwei in der Tabelle stehen, befindet sich der Aufsteiger aus Cham auf Rang acht im Mittelfeld des Klassements. „Vilzing ist ganz klar der große Favorit“, sagt ASV-Coach Andreas Lengsfeld. Auf eine ganze Saison, so hatte er es schon vor dem Hinspiel formuliert, ist Vilzing für Cham derzeit nicht in Reichweite. „Aber in zwei Spielen ist immer alles möglich“, so Lengsfeld. Er sieht die Derbys wie Pokalspiele. „Da kann man immer auch für eine Überraschung sorgen.“

Lengsfeld über Vilzing: "Das ist schon beeindruckend"

Dass dies sehr schwer wird, dessen ist sich Lengsfeld aber bewusst. „Dafür muss man nur auf die Tabelle schauen“, sagt er. „Wir spielen gegen eine Mannschaft, die zwei Spiele verloren hat. Vilzing hat eine große individuelle Qualität, spielt aber auch im Kollektiv brutal konsequent und sicher. Das ist schon beeindruckend. Sie werden auch nicht nervös, sondern spielen einfach ihr Spiel.“

Der Sieg aus dem Hinspiel spielt für Lengsfeld dabei nur eine Nebenrolle. „Klar kann man sich noch einmal daran erinnern, wie cool es war, das Derby vor einer großen Kulisse zu gewinnen“, sagt er. „Aber sonst müssen wir dieses Spiel komplett außen vor lassen. Es sind einige Monate vergangen und das wird am Samstag ein völlig anderes Spiel, Vilzing ist inzwischen eine andere Mannschaft.“

Chams Rezept für das Derby? „Wir müssen alles in die Waagschale werfen, was wir zur Verfügung haben. In puncto Einstellung und Konzentration müssen wir an die Grenze gehen. Das ist entscheidend gegen eine Mannschaft, die qualitativ besser besetzt ist. Wir müssen im Kollektiv dagegenhalten“, fordert Lengsfeld. Die Chamer müssen sich aber auch nicht verstecken. Als Aufsteiger spielen sie bislang eine sehr gute Runde und haben nach dem ersten Spieltag kein Heimspiel mehr verloren. „Es ist schön, eine gewisse Heimstärke zu haben“, sagt Lengsfeld, will dies aber auch nicht überbewerten: „Wir versuchen einfach Punkte zu holen, egal wo. Grundsätzlich wollen wir jedes Spiel nicht verlieren und ein Derby schon dreimal nicht.“

Stadler über Cham: "Extrem bissig, gut organisiert"

Nicht verlieren, das ist auch das erste Ziel, mit dem Christian Stadler mit seinen Schwarzgelben in das Duell startet. Schwer besiegen zu sein, so lautet schon länger die Devise am Huthgarten. „Natürlich will jeder gegen Cham gewinnen. Das A und O für uns ist aber, erst einmal nicht zu verlieren“, sagt der 46-Jährige. Erst müsse sein Team die defensiven Hausaufgaben erfüllen. Er ist sich aber auch darüber im Klaren, dass seine Mannschaft zum Großteil das Spiel wird machen müssen. „Wir dürfen aber nicht blauäugig nach vorne laufen“, sagt Stadler. Das sei in den letzten Spielen gut gelungen. „Und auch im Derby darf keiner die Nerven verlieren“, mahnt er.

Stadler ist sich darüber im Klaren, dass ein Derbysieg für das Vilzinger Umfeld einen hohen Stellenwert hat. Revance-Gelüste würden aber weder er noch sein Team verspüren. „Natürlich wollen wir alle gegen Cham gewinnen. Aber wenn wir am Ende der Saison zweimal nicht gegen Cham gewonnen haben, aber dennoch vor Seligenporten und Eltersdorf in der Tabelle stehen, dann ist es auch schön.“ Zumal der DJK-Coach großen Respekt vor dem Rivalen hat: „Cham ist eine extrem bissige, gut organisierte Mannschaft. In Cham zu bestehen, ist sehr schwer. Aber wir wollen es.“

 

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