Das Drachenstich-Volksfest ist eröffnet Hunderte begleiten den Festwirt

Die schönsten Augenblicke vom Auftakt des Drachenstichfestes am Samstagnachmittag in Furth im Wald. Foto: Th. Linsmeier

Das nennt sich Wetterglück: Entgegen der Prognosen kamen am Samstagnachmittag die vielen Bürger aus Furth und Umgebung, die Festwirt Matthias Strauß beim Einzug begleiteten, trocken auf die „Wies’n“. Etwas feucht, aber fröhlich und vor allem bunt und urig war der traditionelle Auftakt zum Drachenstichfest, der heuer erstmals seit rund 50 Jahren an einem Samstag stattfand.

Bange Blicke richteten sich ab 13.30 Uhr immer wieder zum grauen Further Himmel, als sich die über 50 Vereine und Gruppen, die der Einladung von Strauß gefolgt waren, langsam im Hof der Brauerei Dimpfl an der Bräuhausstraße sammelten. Dort gab es bis zum Start des Zuges kostenlos Getränke.

Punkt 14 Uhr war es dann soweit: Der Auszug des Festwirts setzte sich in Bewegung. Statt direkt zur Festwiese ging es zunächst durch die Stadt. An der Spitze natürlich wie immer die Musiker des Spielmannszuges „Grenzfähnlein“. Ihnen folgten Reiter des Further Reitvereins sowie der Pferdezüchtervereinigung. Den ersten großen Block bildeten die vier Further Trachtenvereine. Der zweite Block bestand aus 13 Schützenvereinen aus Furth und Umgebung. Angeführt wurden sie von Weidings Bürgermeister Daniel Paul, der heuer das Drachenstich-Festschießen beschirmt.

Den dritten Block bildete alles, was mit dem Drachenstich-Festspiel zu tun hat. Im Mittelpunkt natürlich das Ritterpaar Tina Pohmer und Andreas Scheuer hoch zu Ross. Ebenso das Kinderritterpaar Barbara Mühlbauer und Georg Macharowsky, welches die kleinen Drachenstichspieler anführte. Beeindruckend war, wie viele Freunde das Ritterpaar hinter sich fand. So dürfte am Samstag annähernd ganz Sengenbühl unterwegs gewesen sein, um die Ritterin zu ehren. Der FC Furth im Wald war stark vertreten, um Ritter Andreas Scheuer zu unterstützen. Und der Skiclub brachte gleich eine eigene Kapelle mit, kommt doch das Kinderritterpaar aus seinen Reihen. Zusammenfassend kann gesagt werden: So viele hatten seit langem nicht mehr den Festwirt begleitet wie heuer.

Um 15 Uhr zapfte dann Ritter Andreas Scheuer auf der „Wies'n“ unter dem Kopf des Drachen das erste Faß an. Wie auch bei der Bierprobe zeigte er sich sehr treffsicher und brauchte dafür nur zwei Schläge. „Der Festwirt hat Großartiges geleistet“, konstatierte Bürgermeister Bauer anschließend beim Blick auf das Festzelt. Er sprach seine Hoffnung aus, dass am Ende des Festes alle sagen: „Sche is gwen!“ Und Matthias Strauß betonte, dass der Drachenstich im Mittelpunkt steht, das Fest nur den würdigen Rahmen dazu darstellen soll.
Obwohl es ein rundum gelungener Auftakt war, gab es auch eine Schrecksekunde: Beim Drachengebrüll scheute das Pferd der Ritterin und die Hauptdarstellerin stürzte. Zum Glück blieb sie unverletzt.
 

 

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