Das bringt die Woche Nobelpreise - Söders Forschungspaket - Polen-Wahl

Das bringt die zweite Oktoberwoche. Foto: dpa/ Collage idowa

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Nobelpreise: Von Montag bis Freitag werden jeweils um die Mittagszeit die Preisträger verkündet. Am Donnerstag erklärt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Landtag, was genau er für Forschung und Innovation plant. Am Sonntag entscheiden die Polen über ein neues Parlament.

Was bringt die Woche von 7. bis 13. Oktober? Welche Termine in Politik, Wirtschaft und Vermischtem sind diese Woche wichtig? Erfahren Sie mehr in unserer Wochenvorschau der Politikredaktion.

Nobelpreiswoche

Die Welt schaut vier Tage lang nach Stockholm: In der schwedischen Hauptstadt werden die Preisträger der diesjährigen Nobelpreise bekannt gegeben. Die Nobelpreiswoche startet am Montag mit dem Karolinska-Institut, das den Preis für Medizin vergibt. Am Dienstag folgt die Königlich Schwedische Wissenschaftsakademie mit Physik, am Mittwoch mit Chemie. Am Donnerstag ist der Literaturnobelpreis dran - oder eigentlich die Literaturnobelpreise, denn heuer vergibt die Schwedische Akademie nicht nur den Preis für 2019, sondern nachträglich auch den für 2018.

 

Friedensnobelpreis: Die meiste Beachtung wird wohl wie jedes Jahr die Vergabe des Friedensnobelpreises durch das norwegische Nobelkomitee in Oslo finden. 2018 waren der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad für ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe geehrt worden. Heuer sind 301 Kandidaten nominiert, davon 223 Einzelpersonen und 78 Organisationen. Bei den Buchmachern ist die 16-jährige schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg die große Favoritin.

idowa.plus ist unser Exklusiv-Angebot für Abonnenten. Greifen Sie ohne zusätzliche Kosten auf Artikel aus Ihrer Zeitung von Morgen schon heute zu. Melden Sie sich als Abonnent einfach an.

Söders Regierungserklärung zu Forschung und Innovation

Ministerpräsident Söder gibt bei der Plenarsitzung des Landtags am Donnerstag in München eine Regierungserklärung zu Forschung und Innovation ab. Darin dürfte er jenes Vorschlagspaket präzisieren, das er Mitte September bei der Herbstklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz vorgestellt hat. "Bayern braucht Modernisierung, die einen internationalen Impuls setzt", sagte Söder damals. Deutschland spiele in Sachen Technologie in der "Champions League", aber auch andere investierten enorm. Daher müsse Deutschland insgesamt mehr tun, um die Spitzenposition zu halten.

1.000 neue Professoren: Söders Reformprojekt umfasst "vier Säulen", wie er in Banz ankündigte. Erstens: Spitzentechnologie und künstliche Intelligenz. Zweitens: Beschleunigungsprogramm zur Sanierung und Umsetzung beschlossener Projekte im ländlichen Raum - allen voran an den Hochschulen. Drittens: stärkste Hochschulreform seit den 1990ern zur Stärkung der Hochschullandschaft. Viertens: Technologietransformationsprogramm, vor allem für mittelständische Automobilzulieferer. Alles in allem sollen innerhalb von fünf Jahren unter anderem 1.000 neue Professorenstellen und 10.000 neue Studienplätze geschaffen werden.

Mit idowa24 - unserer kostenfreien App - sind Sie auch unterwegs bestens informiert. Erhältlich für iOS und Android.

Parlamentswahl in Polen

Rund 30,2 Millionen Wähler in Polen sind am Sonntag aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Umfragen zufolge kann die nationalkonservative Regierungspartei PiS mit 40 bis 45 Prozent der Stimmen rechnen. Damit hat sie einen deutlichen Vorsprung vor dem größten Oppositionsbündnis, der liberalkonservativen Bürgerkoalition KO, die in Umfragen auf 26 bis 28 Prozent kommt. Wegen der vielen unentschiedenen Wähler ist der Ausgang aber schwer vorherzusagen. Mit dem umfassenden Umbau des polnischen Justizsystems hat sich die PiS-Regierung seit ihrem Amtsantritt 2015 bereits zahlreiche EU-Sanktionsverfahren eingehandelt. Das Wahlprogramm der PiS sieht vor, die Immunität von Richtern und Staatsanwälten künftig generell aufzuheben.

Warnung vor autoritärem Kurs: Knapp zwei Wochen vor der Wahl haben drei ehemalige Präsidenten in einem offenen Brief vor einer autoritären Entwicklung ihres Landes gewarnt und die Opposition zur Einheit gemahnt. "Am 13. Oktober stehen bei uns keine normalen Wahlen an. Vielmehr wird sich entscheiden, ob Polen ein demokratischer Rechtsstaat sein wird oder weiter in Richtung einer autoritären Diktatur abgleitet", heißt es laut Nachrichtenagentur PAP in dem Schreiben, das von den ehemaligen Staatschefs Lech Walesa, Aleksandr Kwasniewski und Bronislaw Komorowski unterzeichnet wurde. Die drei Ex-Präsidenten appellierten in ihrem Brief an unabhängige Kandidaten für den Senat. Diese sollten ihre Kandidatur zurückstellen, um die drei Oppositionsparteien im Rennen gegen die PiS zu stärken.

Wir bieten Ihnen Ihre Tageszeitung auch als epaper. Informieren Sie sich!

Weitere Themen und Termine:

- Im Vatikan läuft die ganze Woche über die Amazonas-Synode. Die Bischöfe aus dem Amazonasgebiet sitzen noch bis zum 27. Oktober in Rom zusammen.

Am Montag will die Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion in Berlin und anderen Großstädten weltweit Straßen blockieren.

- Die bayerischen Grünen feiern am Montag in München ihr 40-jähriges Bestehen.

- Ebenfalls am Montag veröffentlicht die Europäische Zentralbank in Frankfurt die Ergebnisse eines Stresstests zur Liquidität der Banken.

Egal ob Desktop, Tablet oder Mobilgerät: mit unseren Digitalangeboten sind Sie immer bestens bedient: idowa.de, idowa.plus, idowa24.

- Am Montag und Dienstag besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die georgische Hauptstadt Tiflis.

- Ebenfalls am Montag und Dienstag schließt das Europäische Parlament in Brüssel die Anhörungen der designierten Kommissare ab. Am Montag sind Vera Jourová und Josep Borell dran, am Dienstag dann Valdis Dombrovskis, Margrethe Vestager und Frans Timmermans.

- Am Dienstag treffen sich die EU-Innenminister in Luxemburg. Unter anderem wird es darum gehen, weitere EU-Staaten von der in Malta geschlossenen Grundsatzeinigung zur Seenotrettung zu überzeugen.

- Der Europäische Rechnungshof veröffentlicht am Dienstag in Brüssel seinen Bericht zur Prüfung des EU-Haushalts 2018.

- Ebenfalls am Dienstag wählt die IG Metall im Rahmen ihres 24. ordentlichen Gewerkschaftstags in Nürnberg ihren Ersten Vorsitzenden. Amtsinhaber Jörg Hofmann tritt wieder an - bisher ohne Gegenkandidaten. Der Gewerkschaftstag geht am Samstag zu Ende.

- Das World Economic Forum veröffentlicht in der Nacht auf Mittwoch seinen diesjährigen Wettbewerbsbericht - eine Rangliste der Volkswirtschaften, die die höchsten Wachstumschancen haben.

- Am Mittwoch jährt sich zum 30. Mal die Massendemonstration von DDR-Bürgern in Leipzig, die als "Friedliche Revolution" in die Geschichte eingegangen ist. Der Jahrestag wird in Leipzig den ganzen Tag über gefeiert.

- Für den Mittwoch wird in der türkischen Metropole Istanbul auch ein Urteil im Terrorprozess gegen den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner erwartet.

- Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten veröffentlicht am Mittwoch in Köln eine Studie, die den Stand des Internetausbaus und des Datenverkehrs in Deutschland untersucht hat.

- Ebenfalls am Mittwoch verhandelt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Frage, ob ein Berliner Hartz-IV-Empfänger eine Mieterhöhung wegen Modernisierungsmaßnahmen hinnehmen muss. Das Urteil kann noch am selben Tag oder auch erst später verkündet werden.

- Am Donnerstag verhandelt das Oberlandesgericht München über die Frage, ob der Fernbusbetreiber Flixbus Extragebühren für den Fahrkartenverkauf per Sofortüberweisung oder Paypal verlangen darf.

- Ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die Exportstatistik für den August.

- Am Freitag geben die Wiesbadener Statistiker die Inflationsrate für September bekannt.

- Von Freitag bis Sonntag findet in Saarbrücken der Deutschlandtag der Jungen Union statt.

- Am Samstag geht in München die letzte der 23 Regionalkonferenzen der SPD im Rennen um die Wahl eines neuen Vorsitzendenduos über die Bühne.

Die Onlineredaktion von idowa und idowa.plus versendet wöchentlich einen Newsletter. Erfahren Sie, welche Artikel Sie unbedingt lesen sollten, und nehmen Sie an exklusiven Gewinnspielen für unsere Kunden teil. Anmelden ist ganz einfach.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading