Das bringt die Woche Corona – "Apollo 13" – Ostern

Was diese Woche wichtig ist in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – hier erfahren Sie es, kurz und kompakt in unserer Wochenvorschau! Foto: Collage dpa/idowa

Eine gute Nachricht vorneweg: "Ostern fällt nicht aus." So formulierte es dieser Tage Carsten Splitt, Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Doch das Feiern wird in Corona-Zeiten ein gänzlich anderes sein. Das Virus hält auch diese Woche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Atem. Das öffentliche Leben bleibt weitgehend lahmgelegt. Zeit also, etwas zurückzublicken: Am Samstag jährt sich der Start der "Apollo 13" zum 50. Mal. Nach einer Explosion an Bord folgte die bislang spektakulärste Rettungsmission in der Geschichte der Raumfahrt.

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Was bringt die Woche vom 6. bis 12. April? Welche Termine in Politik, Wirtschaft und Vermischtem sind diese Woche wichtig? Erfahren Sie mehr in unserer Wochenvorschau der Politikredaktion.

EU-Minister beraten über Corona-Pandemie

Am Dienstag wollen die EU-Finanzminister beraten, mit welchen Mitteln sich die Gemeinschaft gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie stemmt. Zuletzt hatte sich der Streit um diese Frage jedoch noch verschärft. Im Zentrum steht die Diskussion über sogenannte Corona-Bonds, also gemeinsame Anleihen der EU-Mitglieder zur Finanzierung der EU-Staaten. Unter anderem Italien, Spanien und Frankreich sind dafür, Deutschland und Österreich dagegen. Darüber hinaus wird es bei der Videokonferenz am Dienstag um vorsorgliche Kreditlinien des Euro-Rettungsschirms ESM, Bürgschaften der Europäischen Investitionsbank EIB und das von der EU-Kommission vorgeschlagene Programm zur Unterstützung von Kurzarbeitergeld-Modellen gehen.

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Verteidigung und Justiz: Die Verteidigungs- und Justizminister der EU-Staaten wollen sich bereits an diesem Montag in getrennten Videokonferenzen über die Auswirkungen der Corona-Krise austauschen. Im Justizressort geht es vor allem um rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Pandemie sowie um die Lage in den Haftanstalten Europas. Die EU-Verteidigungsminister erörtern, was die Streitkräfte ihrer jeweiligen Länder tun können, um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zudem wollen die Minister eine Reihe von gemeinsamen Einsätzen im Ausland, wie etwa die Kontrolle des Waffenembargos gegen Libyen, besprechen.

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Start der "Apollo 13" vor 50 Jahren

Zum dritten Mal sollten vor 50 Jahren mit der "Apollo 13" Nasa-Astronauten zum Mond fliegen - doch es kam anders. Zwei Tage nach dem Start, der sich an diesem Samstag zum 50. Mal jährt, gab es in einem Sauerstofftank der Weltraumkapsel eine Explosion. Die drei Astronauten John Swigert, Fred Haise und James Lovell waren zu diesem Zeitpunkt mehr als 300.000 Kilometer von der Erde entfernt und schwebten nun in Lebensgefahr. Es folgte eine weltweit beachtete Rettungsmission, bei der sich die Astronauten unter anderem zweitweise in die Mondlandefähre zurückziehen mussten. Klebeband, Plastik und Pappe halfen beim Abdichten der Fähre. In einem komplizierten Manöver navigierte das Nasa-Team "Apollo 13" zurück zur Erde und erreichte diese schließlich nach vier bangen Tagen am 17. April 1970.

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Rückkehr zum Mond: Vier weitere "Apollo"-Missionen brachten im Anschluss an "Apollo 13" noch erfolgreich US-Astronauten auf den Mond. Heutzutage plädiert James Lovell dafür, wieder zum Mond zurückzukehren, wie die Nasa das mit ihrem "Artemis"-Programm auch vorhat. "Der Mond ist nur 240.000 Meilen weit weg, aber der Mars Millionen. Es ist zu riskant, dorthin zu fliegen, ohne vorher mehr Zeit damit verbracht zu haben, zum Mond zu fliegen", sagt Lovell.

Ostern in Zeiten der Corona-Pandemie

Das sich ausbreitende Coronavirus nimmt auch Ostern in den Würgegriff: Gottesdienste fallen aus, Osterfeuer werden verschoben, Familien können sich nicht treffen. Die großen Kirchen in Deutschland setzen vor allem auf Fernseh- und Rundfunkgottesdienste. Einige Gemeinden weichen ins Internet aus: Der Pfarrer zelebriert den Gottesdienst in der weitgehend leeren Kirche, ein Livestream überträgt die Feier in die Wohnzimmer der Gläubigen. "Die Auferstehung Jesu ist ein Termin mit Ewigkeitscharakter", sagt Ralf Meister, Hannovers evangelischer Landesbischof. Das Osterfest habe in Krisen "immer wieder als eine Hoffnungs-DNA für die Gesellschaften gewirkt". Schon das erste Osterfest sei ja keine Massenveranstaltung gewesen: "Wenige Menschen, verzweifelt, einsam, verlassen: Und ihnen erscheint Jesus! Symbol der Hoffnung für ein anderes, ein verändertes Leben. Das ist die Botschaft von Ostern." Diese Botschaft werde die Menschen erreichen: "Und wann, wenn nicht jetzt, brauchen wir diese Hoffnung, die von Ostern ausgeht: Das Leben ist stärker als der Tod."

Klage gegen Gottesdienstverbot: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entscheidet am Donnerstag über einen Eilantrag gegen das Gottesdienstverbot. Ein Münchner Anwalt hatte geklagt, weil er als Katholik das Osterfest auch in Corona-Zeiten mit einem Gottesdienst feiern will.

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Weitere Themen und Termine:

- In einer Videokonferenz will die Runde der "Opec+"-Staaten an diesem Montag über die angespannte Lage auf dem Energie- und Ölmarkt beraten. Der Ölpreis hat nicht zuletzt aufgrund der Corona-Krise zuletzt einen gewaltigen Absturz hingelegt. Neben der Ausbreitung des Virus setzt auch ein Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland den Ölmarkt unter Druck. Die "Opec+" besteht aus den Opec-Mitgliedern sowie weiteren großen Förderländern, darunter Russland.

- Das höchste australische Gericht, der High Court in Canberra, entscheidet am Dienstag in der Berufungsverhandlung um Kardinal George Pell. Die einstige Nummer drei des Vatikans war vergangenes Jahr wegen des Missbrauchs von zwei Chorknaben zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Pell weist seit jeher alle Vorwürfe zurück.

- Am Mittwoch ist es 20 Jahre her, dass ein Verein in Hamburg die erste Babyklappe Deutschlands eröffnete. Mittlerweile gibt es im ganzen Land rund 100 Babyklappen. Dort können Mütter, die verzweifelt sind und anonym bleiben wollen, ihr ungewolltes Baby in Sicherheit bringen.

- Drei Raumfahrer starten am Mittwoch von Baikonur (Kasachstan) aus ins Weltall. Das Ziel des US-Amerikaners Chris Cassidy und der beiden Russen Iwan Wagner und Anatoli Iwanischin ist die Internationale Raumstation (ISS), rund 400 Kilometer über der Erde. Dort sollen sie bis Oktober bleiben.

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