Covid-Studie Corona-Fälle in England im März auf Rekordniveau

Fast 95 Prozent aller positiven Fälle in der Studie fallen auf die Omikron-Untervariante BA.2 zurück. Foto: Yui Mok/PA/dpa

Im vergangenen Monat war in England einer von 16 Menschen mit dem Virus infiziert - eine Verdopplung der Infektionsquote gegenüber dem Februar. Tendenz ist vor allem in der ältesten Altersgruppe über 55 steigend.

Einer aktuellen Studie zufolge sind die Corona-Infektionen in England im März auf ein Rekordniveau angestiegen.

Forscher des Imperial College London, die seit Beginn der Pandemie monatlich das Infektionsgeschehen systematisch analysieren, kamen auf Basis von PCR-Tests einer repräsentativen Stichprobe zu dem Schluss, dass im März einer von 16 Menschen in England mit dem Virus infiziert war - das entspricht dem höchsten bislang geschätzten Wert in der Langzeitstudie.

Gegenüber dem Februar bedeutet diese Infektionsquote mehr als eine Verdoppelung, der vorherigen Studie zufolge war damals einer von 35 Menschen in England infiziert. In den Zahlen für März zeigt sich, dass die Tendenz insbesondere in der ältesten Altersgruppe über 55 steigend ist. Dort verdreifachte sich der Anteil der Infizierten gegenüber dem Vormonat. Die Forscher erklären sich dies damit, dass die Booster-Impfungen bei den Älteren schon länger zurückliegen. Bei Kindern und jüngeren Erwachsenen ging die Infektionsquote zuletzt leicht zurück oder stagnierte, obwohl die Rate bei Schulkindern, bei denen eines von zehn infiziert war, noch immer am höchsten war. Fast 95 Prozent aller positiven Fälle in der Studie fielen auf die Omikron-Untervariante BA.2 zurück.

Studien wie die des Imperial College geben seit einiger Zeit das realistischste Bild über die Infektionslage in England und Großbritannien insgesamt ab. Die täglich vom Gesundheitsministerium herausgegebenen Infektionszahlen bergen eine sehr hohe Dunkelziffer, da Testkapazitäten zurückgefahren wurden und positive Fälle nur noch freiwillig gemeldet werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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