Coronavirus Logistik-Verband fordert mehr Schutz für Transport-Fahrer

Der Bundesverkehrsminister kritisierte unter anderem fehlenden Respekt für die Fahrer bei ihrer wichtigen Arbeit. (Symbolbild) Foto: Arnulf Stoffel/dpa

Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) blickt mit Sorge auf die Coronavirus-Auswirkungen in der Transportlogistik. Der Verband fordert von der Regierung den Schutz seiner Fahrer und Maßnahmen gegen illegale Praktiken.

Einige Wochen nach dem Ausbruch der Corona-Krise zeigen sich deren Auswirkungen laut Pressemitteilung immer deutlicher auf dem deutschen Markt für Transportdienstleistungen. Eine erste Erhebung innerhalb des BGL Süd-Verbundes, dem auch der bayerische Landesverband angehört, sei zu dem Schluss gekommen, "dass Teile des deutschen Marktes bereits in die Illegalität abgerutscht sind." Anders sei es nicht zu erklären, wenn laut Frachtenbörsen inzwischen auf dem innerdeutschen Markt Frachtentgelte weit unter dem regulären Niveau angeboten würden. „Diese Angebote sind illegal, da sie nicht mehr mit den Vorschriften zum Mindestlohn vereinbar sind“, heißt es weiter. 

Kontaktverbot und Schutzmasken für die Fahrer

Der BGL fordert darum unter anderem, dass das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) Zugriff auf Mautdaten erhalten müsse, um Verstöße gegen die deutsche Marktordnung ahnden zu können. Auch müssten Frachtbörsen im Internet verpflichtet werden, illegale Angebote umgehend zu melden. Zudem pocht der Verband auf mehr Schutz für seine Fahrer: "Ein absolutes Kontaktverbot und Zugang zu den sanitären Einrichtungen an den Be- und Entladestellen sowie die Ausrüstung mit Schutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln müssen gewährleistet sein", heißt es. Auch sei auf angemessene Versorgung an den Autobahnraststätten und Autohöfen zu achten, besonders bei der Hygiene.

"Es geht um eine Branche, die in diesen dramatischen Zeiten zur Aufrechterhaltung von Wirtschaft und Versorgung beiträgt", betont der BGL. Sie dürfe nicht dem kurzfristigen Profitdenken einiger Krisengewinnler geopfert werden.

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