Coronavirus in Landshut 7-Tage-Inzidenz sinkt: Stadt beendet strengere Maßnahmen

Weil der 7-Tage-Inzidenzwert in Landshut deutlich unter dem Frühwarnwert liegt, treten die strengeren Infektionsschutzmaßnahmen am Sonntag außer Kraft. Foto: Florian Pichlmaier

Weil der 7-Tage-Inzidenzwert in Landshut mit 22,1 deutlich unter dem Frühwarnwert liegt, treten die strengeren Infektionsschutzmaßnahmen am Sonntag außer Kraft. Die Stadt will eine lokale Corona-Ampel einführen.

Das Corona-Infektionsgeschehen in der Stadt hat sich entspannt: In den vergangenen fünf Tagen lag der 7-Tage-Inzidenzwert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) stets deutlich unter der Frühwarnschwelle von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner; am Freitagvormittag bei 22,1. Die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Alexander Putz hat nach Rücksprache mit dem Staatlichen Gesundheitsamt entschieden, die seit 4. September gültige Allgemeinverfügung zur Bekämpfung des Coronavirus am Sonntag auslaufen zu lassen.

Maßnahmen zeigten erhoffte Wirkung

„Unsere Maßnahmen, insbesondere die strengeren Kontaktregeln mit einer Verkleinerung der zulässigen Gruppengröße im öffentlichen Raum auf fünf Personen und die verschärften Test- und Quarantänevorschriften für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, haben die von uns erhoffte Wirkung gezeigt“, stellte Putz fest. 

Angesichts der 7-Tage-Inzidenzwerte gebe es aber keinen Anlass mehr, die strengeren Vorschriften beizubehalten. Damit gelten in der Stadt  ab Sonntag wieder allein die Vorschriften der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Andere Parameter berücksichtigen

Die Stadt arbeitet angesichts der Erfahrungen der vergangenen Wochen an einer Alternative: Künftig soll zusätzlich eine lokale „Corona-Ampel“ bei der Einschätzung der Lage vor Ort helfen und für etwas mehr Konstanz sorgen. Mithilfe der Ampel sollen neben der 7-Tage-Inzidenz auch andere wichtige Parameter Berücksichtigung finden, allem voran die Anzahl der in den Krankenhäusern der Region behandelten Covid-19-Patienten, die Auslastung der Intensivbettenkapazitäten, aber auch die Anzahl der positiv getesteten Personen aus den Risiko-Altersgruppen.

Das Konzept für die „Landshuter Corona-Ampel“ wurde inzwischen dem Gesundheitsamt und der Regierung von Niederbayern vorgelegt und befindet sich damit in der Endabstimmung. Im Idealfall kann das neue System noch in diesem Monat eingeführt werden.

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