Coronavirus in Landshut 7-Tage-Indizenz sinkt leicht - Landrat spricht mit Demonstranten

Die Gesamtzahl der aktiven Fälle in der Region steigt weiter deutlich an. Grafik: LZ

Auch wenn die 7-Tage-Indizenz momentan stagniert, gibt es in Sachen Corona weiter keine Entwarnung in Stadt und Landkreis - die Zahl der aktiven Fälle steigt weiter deutlich.

Aber auch die Kritik an den Gegenmaßnahmen hält an - Landrat Peter Dreier hat sich deshalb am Mittwoch mit Kritikern der Corona-Maßnahmen getroffen.

Sie hatten sich vor dem Landratsamt versammelt, um gegen die Maskenpflicht an Schulen zu demonstrieren und ihre Zweifel an der Corona-Politik kundzutun. Landrat Peter Dreier hat im Nachgang zur Demonstration drei Vertreter von "Eltern stehen auf, Landshut" eingeladen, um deren Anliegen sachlich diskutieren zu können. Dreier machte dabei deutlich: "Als Landrat trage ich die Verantwortung für unsere ganze Bevölkerung, egal ob jung oder alt, ob Grundschulkind oder Seniorenheimbewohner. Deshalb können wir nicht ein Gut gegen das andere aufwiegen, müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten - zum Schutz unserer Mitbürger, aber auch für uns selbst."

Denn auch wenn die Krankheitsverläufe bei Menschen bis 60 meist mild verlaufen - "für Oma und Opa stellt eine Infektion ein großes gesundheitliches Risiko dar". Gerade diese besonders gefährdeten Gruppen gelte es zu schützen: "Deshalb muss der Einzelne Einschränkungen hinnehmen, um die Gesellschaft zu schützen", so Dreier.

Indizenz-Wert weiter über der 100er-Marke

Die 7-Tages-Inzidenz liegt für den Landkreis Landshut bei 113,20 und in der Stadt Landshut bei 81,73 (Quelle: Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) - beide Kennzahlen sind im Vergleich zum Vortag gesunken. Dennoch liegt der Landkreis weiterhin im "Dunkelroten" Bereich der Bayerischen Corona-Ampel, die Stadt Landshut steht auf "Rot". Diese Regelung gilt weiter bis einschließlich Sonntag, wenn Montagmorgen der nationale "Lockdown light" in Kraft tritt.

43 Personen sind bislang verstorben, bei denen ein Zusammenhang mit Covid-19 möglich ist. In den Krankenhäusern der Region werden derzeit 19 Corona-Patienten behandelt: Auf den Normalstationen werden 14 Person isoliert, fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinzu kommt eine stets schwankende Zahl an Verdachtspersonen (Stand: 29. Oktober).

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