Coronavirus Betrug in bayerischen Testzentren: Zahlreiche Ermittlungen

Eine medizinische Mitarbeiterin hält einen Tupfer für einen Abstrich für einen Corona-Test in der Hand. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild/dpa

Trotz zahlreicher Betrugsvorwürfe gegen private Betreiber von Corona-Testzentren hat es in Bayern noch keine Anklagen gegeben. Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs laufen einem Sprecher der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) zufolge aber noch. Einige Verfahren seien aus Mangel an Beweisen bereits eingestellt worden.

Man würde vor allem aufgrund privater Hinweise gegen Testzentrenbetreiber ermitteln, denen vorgeworfen wird, Tests abgerechnet zu haben, ohne diese gemacht zu haben. Oftmals seien die Hinweise jedoch anonymisiert und zu vage, um einen Betrugsfall prüfen zu können. Es würden außerdem immer weniger Fälle angezeigt. Der Rückgang der Anzeigen gehe mit der Schließung von Testzentren einher.

Neben der Schließung von Testzentren aufgrund einer sinkenden Nachfrage seien Zentren in Bayern nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums ebenfalls wegen Auffälligkeiten geschlossen worden. Die Zahl der aufgrund von Abrechnungsbetrug und Mängeln bei der Qualifikation der Mitarbeiter geschlossenen Einrichtungen "bewege sich im einstelligen Bereich", wie eine Ministeriumssprecherin am Freitag sagte.

Eine zweistellige Zahl an Zentren sei wegen Hygienemängeln und Problemen im Testablauf geschlossen worden. Zuvor seien die Kontrollen nach der bundesweiten Berichterstattung über Mängel in Teststellen verschärft worden.

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