Corona und die Folgen Lage beim FC Bayern angespannt

Muss sich derzeit mit vielen Unwägbarkeiten beschäftigen: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (l.). Foto: Sven Simon/imago

Kaum ist die Quarantäne von Trainer Julian Nagelsmann vorbei, gibt es bei Bayern München neue Corona-Aufregung. Noch ist unklar, wie sich die Lage entwickelt.

Von der deutschen Nationalmannschaft gab es am Montag schon einmal gute Nachrichten für Julian Nagelsmann: Im Länderspiel der DFB-Auswahl in Armenien (4:1) kamen keine weiteren Verletzten vom FC Bayern hinzu, nachdem es gegen Liechtenstein Leon Goretzka böse erwischt hatte.

So weit, so gut. Darüber hinaus ist die Lage beim deutschen Fußball-Rekordmeister für den Trainer vor dem Bundesliga-Derby am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) beim FC Augsburg jedoch äußerst unklar und angespannt.

Zahlreiche Bayern-Stars an WM-Qualifikationsspielen beteiligt

Bange Blicke dürfte Nagelsmann zu den ausstehenden WM-Qualifikationsspielen der Polen, Österreicher, Franzosen und Kanadier mit Beteiligung zahlreicher Bayern-Stars richten. Vor allem aber beschäftigt ihn einmal mehr das Thema Corona intensiv.

Am Montag sollten beim positiv getesteten Niklas Süle sowie bei dessen Kontaktpersonen Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Serge Gnabry und Eric Maxim Choupo-Moting, die sich in häuslicher Isolation befinden, weitere Tests stattfinden. Von deren Ergebnisse ist abhängig, welche Spieler wann wieder zum Team stoßen und ins Training einsteigen dürfen.

Nagelsmann muss sich mit vielen Unwägbarkeiten auseinandersetzen

Angesichts rasant steigender Inzidenzen gibt es vor dem 12. Spieltag in der Liga viele Fragezeichen und Unwägbarkeiten. Nagelsmann, der selbst erst am 5. November beim 2:1 im Spitzenspiel gegen Freiburg nach einer Corona-Infektion aus der Quarantäne zurückgekehrt war, muss sich mit ihnen auseinandersetzen. Deshalb dürfte der Bayern-Coach seine Profis in dieser Woche noch einmal eindringlich auf die Vorteile einer Corona-Impfung hinweisen.

Auch Vorstandschef Oliver Kahn hatte die Haltung des Klubs zuletzt noch einmal in aller Deutlichkeit unterstrichen. "Es ist unsere absolute Überzeugung, dass unsere Spieler geimpft sein müssen", sagte der 52-Jährige der ARD. Eine klare Ansage an die Skeptiker um Kimmich.

Konsequenzen für ungeimpfte Spieler "nicht unerheblich"

Er denke schon, "dass die Spieler sich jetzt sehr, sehr viele Gedanken machen", meinte Kahn, "die Konsequenzen sind ja nicht unerheblich. Einmal die Konsequenzen für den Spieler selbst, der nicht geimpft ist, wenn er sich infiziert. Aber auch die Konsequenzen für den Verein, die er unter Umständen tragen muss."

Vor der Ultima Ratio, künftig nur noch geimpfte oder genesene Spieler einzusetzen, schrecken die Bundesliga-Klubs, aber auch Bundestrainer Hansi Flick noch zurück. Auch bei der Diskussion um eine mögliche Impfpflicht für die Profisportler verweisen die Verantwortlichen auf die Politik.

Corona wird den Sport weiterhin beschäftigen

Angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen in Deutschland wird das Thema den Sport, und auch den FC Bayern, aber noch Monate verfolgen. Die Münchner selbst haben schon erste Konsequenzen gezogen: Der Rekordmeister sagte erneut die traditionellen Fanklub-Besuche durch Spieler und Offizielle in der Vorweihnachtszeit ab.

"Die aktuelle Pandemie-Entwicklung zeigt einmal mehr, dass die Gesundheit der Menschen weiterhin oberste Priorität hat. Daher kam der Verein schweren Herzens zu dieser Entscheidung", teilten die Bayern mit.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading