Etliche Kur- und Heilbäder in Bayern fordern angesichts des Lockdowns eine klare Öffnungsstrategie und verweisen auf ihren Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundheit sowie auf die zahlreichen Arbeitsplätze. Kurorte und Badbetreiber seien - wie viele andere Branchen - von den Folgen der Pandemie schwer getroffen, sagt Alois Brundobler, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (HBV) in Bad Füssing (Kreis Passau). "Die Situation ist verheerend."

Mit Blick auf steigende Inzidenzwerte und die Ausbreitung von Corona-Mutationen sagt Brundobler aber auch: "Was soll die Politik tun? Die Hygienekonzepte sind gut, aber lassen sich Öffnungen verantworten? Und wer will die Verantwortung übernehmen?" Solange nicht die Mehrheit der Bürger immunisiert sei, bleibe die Lage eine Gratwanderung.