Corona-Pandemie

Krise im Luftverkehr trifft Flughafen München schwer


Die Flughafen München GmbH rechnet mit Ertragsverluste in allen Geschäftsfeldern (Archiv).

Die Flughafen München GmbH rechnet mit Ertragsverluste in allen Geschäftsfeldern (Archiv).

Von Redaktion idowa und mit Material der dpa

Der internationale Luftverkehr ist durch die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie in eine schwere Krise geraten. Für das laufende Jahr wird am Münchner Flughafen mit einem Passagieraufkommen gerechnet, das bei weniger als der Hälfte des Vorjahreswertes liegt. Im Jahr 2019 hatte der Münchner Flughafen noch ein Rekordaufkommen von knapp 48 Millionen Fluggästen verbucht.

Die Flughafen München GmbH rechnet mit Ertragsverluste in allen Geschäftsfeldern. Das Unternehmen hat bereits zu Beginn der Krise eine Vielzahl kurzfristiger Gegenmaßnahmen eingeleitet und seine Liquidität und Handlungsfähigkeit unter anderem durch ein striktes Ausgabenmanagement, das Verschieben von Investitionen und die Einführung von Kurzarbeit erfolgreich gestärkt. Mit Blick auf die kommenden Jahre müssen jetzt die vorhandenen Kapazitäten überprüft und der zu erwartenden Verkehrsentwicklung angepasst werden. Ziele sind dabei primär wirtschaftliche Stabilität sowie die Investitions-, Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, damit sich der Flughafen München auch künftig im Wettbewerb mit anderen Drehkreuzen gut positionieren kann.

Exakte Prognosen zur weiteren Entwicklung sind angesichts der Situation des Luftverkehrs allerdings momentan noch sehr schwierig. Vor diesem Hintergrund kann über mögliche Kapazitätsanpassungen am Airport auch erst in den nächsten Monaten im Detail entschieden werden. Der Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe) hatte unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, dass jede fünfte Stelle bei der Flughafengesellschaft im Feuer stehe.