Corona-Pandemie Intensivstationen im Landkreis Rottal-Inn voll belegt

Im Landkreis Rottal-Inn gibt es derzeit keine leeren Intensivbetten mehr (Symbolbild). Foto: Jonas Güttler/dpa/Symbolbild Foto: dpa

In weiten Teilen Bayern steigen seit Wochen die Corona-Zahlen wieder an. Intensivstationen sind ausgelastet, Mediziner alarmiert. Wie ist die Situation in den Kliniken im Rottal-Inn?

Das DIVI Intensivregister gibt für den Landkreis Rottal-Inn derzeit an, dass keine freien Intensivbetten mehr verfügbar sind. Eine Auslastung der Stationen ist aber kein direkter Gradmesser für die Corona-Situation. Auch zu Zeiten der Pandemie werden Menschen aus verschiedenen Gründen ins Krankenhaus gebracht.

"Die Intensivstationen samt Intermediate Care in den Rottal-Inn Kliniken haben generell eine hohe Auslastung. Etwa die Hälfte der derzeit dort versorgten Patienten leiden an einer Corona-Erkrankung", sagt Bernd Hirtreiter, Vorstand der Rottal-Inn Kliniken im Interview. "Davon sind fünf bis sechs Patienten beatmungspflichtig." Diese seien durch ihren langen Behandlungsbedarf aufwendig zu versorgen. Doch in den Krankenhäusern des Landkreises sei man auch entsprechend ausgestattet und könne damit umgehen.

Vergleich mit letztem Jahr

Ein Blick auf den April des letzten Jahres relativiere die Situation. Damals habe man 26 beatmungspflichtige Patienten zu versorgen gehabt. Ein extremer Ausnahmezustand, der nur mit ungewohnten Maßnahmen zu bewältigen war. Alle elektiven Leistungen habe man damals einstellen müssen, dazu jeden Mitarbeiter abgestellt, der die notwendigen Kenntnisse besaß.

"Dennoch stehen wir auch jetzt einer angespannten Situation gegenüber", erklärt Bernd Hirtreiter. "Im Landkreis Rottal-Inn ist man aber noch gut in der Lage, alle Patienten zu versorgen." In Nachbarlandkreisen sei die Situation an den Krankenhäusern schon bedrohlicher, so der Klinikvorstand weiter.

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