Corona-Pandemie Illegale Prostitution: Zahlen in Bayern rasant gestiegen

Eine Prostituierte im transparenten Kleid steht vor einem Auto am Straßenrand. Foto: Felix Hörhager/dpa/dpa

Die Ermittlungsverfahren wegen illegaler Prostitution sind während der Corona-Pandemie in die Höhe geschnellt. Allein die Staatsanwaltschaft München I führte im vergangenen Jahr 264 Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Prostitution. Im ersten Corona-Jahr 2020 waren es 209 und vor der Pandemie sogar nur 87.

"Auch vorher sind die Zahlen schon leicht angestiegen. Aber dieser verstärkte Anstieg dürfte mit Corona zu tun haben, insbesondere weil die Bordelle geschlossen waren", sagt Anne Leiding, die Sprecherin der Behörde. Wie es bayernweit aussieht, wird nach Angaben des Justizministeriums die Strafverfolgungsstatistik zeigen, die erst Ende des Jahres veröffentlicht wird.

Vor allem in der Illegalität drohen Gefahren für die Frauen - vor allem durch Zwangsprostitution. "Wir wollen Frauen und Mädchen vor Zwangsprostitution und Menschenhändlern schützen. Deshalb haben wir unsere Strukturen im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution mit einer Spezialabteilung bei der Staatsanwaltschaft München I weiter verstärkt", sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU).

Voraussichtlich von diesem Freitag (4. März) an dürfen Nachtclubs und Diskotheken laut einem Bund-Länder-Beschluss wieder öffnen. Der bayerische Ministerrat will diesen Beschluss am Mittwoch für den Freistaat umsetzen. Dann dürften auch Bordelle wieder öffnen.

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading