Corona Meinung: Weiter widerstehen

Politiker stellen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Aussicht. Das macht es gerade sehr verlockend, sich über die noch geltenden Regeln hinwegzusetzen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Diesen Werbespot kennst du bestimmt: Mehrere Kinder bekommen jeweils ein Kinder-Überraschungsei. Eine Frau erklärt ihnen: „Wenn du es nicht öffnest, bis ich wieder da bin, bekommst du sogar ein zweites.“ Die Mädchen und Buben hadern lange, doch letztlich können sie sich nicht beherrschen. Sie packen das Ü-Ei aus und beißen herzhaft hinein.

Hier gibt's den Clip:

Was hat dieser Werbefilm mit der aktuellen Corona-Situation zu tun? Wir sind in der Rolle der Kinder.

Wir müssen uns aktuell sehr einschränken. Wir sollen unsere eigenen vier Wände nur mit gutem Grund verlassen. Wir müssen zu anderen Personen Abstand halten. Und wir dürfen seit Ende April nur Bus und Bahn fahren oder einkaufen, wenn wir einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Das alles führt dazu, dass wir auf einem guten Weg sind, das Virus unter Kontrolle zu halten. Deshalb stellen Politiker Lockerungen in Aussicht. Das macht es gerade sehr verlockend, sich über die noch geltenden Beschränkungen hinwegzusetzen. Sich mit Freunden zu treffen, was zu unternehmen, endlich wieder Oma und Opa zu besuchen. Das sind die Corona-Ü-Eier.

Ich kann das nachvollziehen. Keiner schränkt sich gerne ein. Auch ich nicht. Und vielleicht spielt bei dem ein oder anderen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit, dass er oder sie ja weniger betroffen ist. Ich selbst gehöre auch nicht zur Risikogruppe.

Trotzdem sollten gerade wir Jungen verantwortungsvoll handeln und den Corona-Ü-Eiern weiter widerstehen. Erstens, weil auch uns eine Corona-Infektion hart treffen kann, wie die Geschichte von Jakob auf Seite 3 leider beweist. Und zweitens, um andere zu schützen. Wenn wir zuhause bleiben, schützen wir damit andere.

So nett die Ü-Ei-Werbung auch ist, ich würde mir wünschen, dass wir warten können. Dass die Corona-Kurve weiter abflacht. Dass unser Gesundheitssystem der Pandemie standhält. Dass wir in einigen Wochen oder auch erst Monaten beginnen können, langsam wieder zur Normalität zurückzukehren. Denn die ist das zweite Corona-Ü-Ei.

Der 26-jährige Jakob hatte Corona. Das Virus machte ihm über einige Wochen zu schaffen. Sein Corona-Tagebuch liest du hier.
Auch Theresa hat sich mit dem Virus angesteckt. Die Geschichte über ihren neuen Alltag zuhause gibt's hier.

 

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