Corona-Maßnahmen Lockerung der Zuschauerlimits: Sport-Clubs können aufatmen

Die DFL-Geschäftsführerin und Sprecherin des DFL-Präsidiums, Donata Hopfen, sitzt während eines Bundesligaspiels auf der Ehrentribüne. Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Der Weg zu ausverkauften Stadien und Hallen ist nach dem Bund-Länder-Beschluss geebnet. Ab dem 4. März dürfen maximal 25.000 Fans in die Fußballstadien pilgern. Dankbar ist aber längst nicht jeder.

Frankfurt/Main - Erleichtert blicken viele Sportvereine auf die kommenden Wochen. Seit längerer Zeit mit gar keinen bis wenigen Fans in den deutschen Arenen dürfen ab dem 4. März mit bis zu 25.000 Fans wieder zahlreiche Zuschauer in die Stadien vieler Fußballvereine strömen.

"Der Beschluss bietet eine Öffnungsperspektive - und ist daher als nächster Schritt heraus aus der Pandemie hin zur Normalität sehr zu begrüßen", sagte Donata Hopfen, Geschäftsführerin der Deutsche Fußball Liga.

Nächste Schritte nach Bund-Länder-Treffen

Nach Beschluss von Bund und Ländern dürfen ab dem 4. März Stadien bis zu 75 Prozent der Gesamtkapazität im Stadion genutzt werden. In Hallen dürfen maximal 6000 Zuschauer bei höchstens 60 Prozent Auslastung eingelassen werden.

Vom 20. März an sollen alle tiefgreifenden Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus fallen. Das gilt - aber weiter abhängig von der Pandemielage - auch für die Beschränkungen bei der Zulassung von Zuschauern. Trotzdem dürfen sich die Clubs wieder auf ausverkaufte Häuser freuen. "Wir gehen davon aus, dass auch Obergrenzen für Zuschauerinnen und Zuschauer in absehbarer Zeit entfallen", sagte DFL-Chefin Hopfen.

Von Dank bis Kritik: Reaktionen auf Lockerungen

Trainer Florian Kohfeldt vom VfL Wolfsburg freute sich auf die Rückkehr: "Ganz ehrlich: Das ist das, weshalb man es macht", sagte er am Donnerstag. "In ein Stadion einzulaufen, volles Haus oder so viele Zuschauer wie möglich zu haben: Diese Stimmung ist etwas ganz Besonderes. Es gab mal eine Werbung: "Das kann man nicht kaufen!" So ist das. Das macht etwas mit uns. Wir freuen uns sehr darauf."

In pure Dankbarkeit verfällt aber längst nicht jeder: Trainer Steffen Baumgart vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln sieht die Öffnung für mehr Zuschauer als überfällig an. "Ich bin weit davon entfernt, mich bei den Leuten zu bedanken, deren Maßnahmen ich vorher schon nicht haben musste", sagte Baumgart. "Ich habe nicht erlebt, dass irgendwelche Maßnahmen, sei es die Stadien zu schließen oder die Sportstätten, uns in irgendeiner Form etwas gebracht haben", erklärte der zwischenzeitlich selbst mit Corona infizierte Baumgart. "Deshalb gehe ich damit sehr kritisch um. Ich freue mich aber sehr, dass wir mit den Zuschauern wieder da hinkommen, wo wir hinwollen. Und es wäre noch schöner, wenn wir vielleicht mal absolute Klarheit hätten."

Im Gegensatz zu den deutschen Clubs darf in der spanischen Primera Division schon bald wieder in voll besetzten Fußballstadien gespielt werden. Am 4. März sollen alle wegen der Corona-Pandemie angeordneten Zuschauer-Beschränkungen wieder aufgehoben werden.

Auch mehrere andere Verbände und Ligen wie der Deutsche Olympische Sportbund, die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und die Basketball-Bundesliga hatten die angekündigten Corona-Lockerungen zuletzt begrüßt. Der Chef der Basketball-Bundesliga, Stefan Holz, sprach von einem "Weg in die richtige Richtung".

© dpa-infocom, dpa:220217-99-173056/5

 
 
 

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