Corona-Krise in Bayern Semester wird nicht auf Bafög angerechnet

Bernd Sibler (CSU), Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Foto: Peter Kneffel/dpa-pool/dpa/Archivbild Foto: dpa

Das Sommersemester an den bayerischen Hochschulen wird wegen der Corona-Krise nicht als Semester auf die Regelstudienzeit und das Bafög angerechnet. Das sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag bei einer Veranstaltung der Universität Würzburg.

Das am 20. April beginnende Semester bringt infolge der Corona-Epidemie erhebliche Behinderungen von Forschung, Lehre und Studium mit sich. Dabei reichen die Einschränkungen von geschlossenen Bibliotheken über ausgefallene Lehrveranstaltungen bis hin zu wegfallenden Praktikumsmöglichkeiten.

Damit sich möglichst wenig Studierende und Lehrende in Hörsälen anstecken, startet das Sommersemester überwiegend digital. Bayerns Universitäten seien sehr gut auf eine flächendeckende Umstellung ihrer Lehre auf ein Fernstudium eingestellt. "Es wird deutlich, dass wir bei vielen Dingen nicht bei null stehen", sagte der Minister, der sich über die Online-Lehre der Uni Würzburg informieren ließ.

"Alle sind auf einem ähnlich hohen Niveau", sagte Sibler. Derzeit sehe es so aus, als ob an vielen Hochschulen bis zu 90 Prozent der Lehrveranstaltungen im Sommersemester stattfinden könnten.

"Das ist kein Perfektionssemester", betonte der Präsident der Uni Würzburg, Alfred Forchel. Es gibt Übertragungsprobleme bei der Online-Lehre, technische Schwierigkeiten, Hardware-Mangel - der Kern der Lehre solle trotz dieser schwierigen Zeiten stattfinden. An der Bücherausleihe werde noch gearbeitet, womöglich könne Literatur auch verschickt werden. "Es wird nicht ideal sein."

In Bayern gibt es fast 400.000 Studierende. Das Sommersemester wird wegen der Corona-Krise um zwei Wochen bis zum 7. August verlängert, etwa um Praktika zu ermöglichen. Der Zeitraum, in dem Vorlesungen stattfinden, kann an den Hochschulen flexibel geregelt werden.

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. Der Verlauf kann unterschiedlich sein - von symptomlos oder mild bis hin zu sehr schwer, mitunter auch tödlich.

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