Die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht nimmt auch in Bayern rapide an Fahrt auf. Nachdem Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am vergangenen Freitag die Ansicht geäußert hatte, Deutschland werde "am Ende" um eine allgemeine Impfpflicht nicht herumkommen, gab es am Wochenende Zustimmung aus den Reihen des Koalitionspartners Freie Wähler (FW). Deren Vorsitzender und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger äußerte sich auf Anfrage jedoch zurückhaltend. Eine solche Debatte müsse geführt werden, erklärte der bayerische FDP-Vorsitzende Martin Hagen.

Viel spreche für eine allgemeine Impfpflicht, wenn man nicht jeden Herbst ein Ansteigen der Inzidenzen riskieren wolle, erklärte der Vorsitzende der FW-Landtagsfraktion, Florian Streibl. Der Jurist gab aber zu bedenken: "Verfassungsrechtlich ist dies allerdings eine Gratwanderung."