"Wir sind es ja inzwischen gewohnt, immer wieder unerwartet einen Schlag in die Magengrube zu bekommen", sagt der Behörden-Mann aus dem Krisenstab des niederbayerischen Landkreises. Der harte Schwinger des Astrazeneca-Stopps kam am Montag aus dem Nichts und trifft das örtliche Pandemie-Management an einer empfindlichen Stelle. Hochgerechnet auf Ostbayern können in den nächsten Wochen wohl Zehntausende von Impfungen weniger erfolgen als geplant.

Jetzt müssen von Tirschenreuth bis Landshut, von Neumarkt bis Passau Impftermine storniert werden, Rückfragen von Betroffenen und Informationshungrigen beantwortet werden - gleichzeitig laufen Alternativ-Planungen für die nächsten Wochen. Die derzeitige Impfplanung schwankt: Selbst wenn die Europäische Arzneimittelagentur EMA am Donnerstag doch wieder freie Fahrt für Astrazeneca signalisiert, kann nicht nahtlos an den Montag angeknüpft werden.