Corona im Landkreis Rottal-Inn Landrat Fahmüller kämpft um mehr Impfstoff

Im Landkreis Rottal-Inn sind die Corona-Zahlen weiter hoch. Impfungen sollen Abhilfe schaffen (Symbolbild). Foto: Fabian Strauch/dpa/dpa

Die Corona-Zahlen im Landkreis Rottal-Inn sind in den letzten zwei Wochen bedenklich gestiegen. Nun hat sich Landrat Michael Fahmüller über seine Facebook-Seite an die Bevölkerung gewandt.

Die 7-Tages-Inzidenz des Landkreises Rottal-Inn rangiert nach wie vor auf einem hohen Niveau. Bei einem Wert von 307 weisen derzeit nur 11 andere Landkreise in Deutschland einen höheren Wert auf.

Zwischenzeitlich waren auch die Intensivbetten in den Kliniken des Landkreises zu 100 Prozent belegt. Derzeit gibt das DIVI Intensivregister ein einziges freies Intensivbett an.

Grund genug für Landrat Michael Fahmüller, sich an die Bevölkerung zu wenden. Auf Seiner Facebookseite schrieb er am Montag: "Lieber Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Rottal-Inn, leider ist auch unser Landkreis wieder zum Hotspot geworden. Sieht man sich auch die Entwicklung der Inzidenzwerte in unseren Nachbarlandkreisen in den letzten Wochen an, so ist dies leider nicht überraschend. Dennoch ist es natürlich äußerst betrüblich, dass nun auch wir wieder mit solch hohen Infektionszahlen zu kämpfen haben. Es zeigt sich deutlich: Der einzige Weg um aus dieser Pandemie herauszukommen, ist ein schnelles Impfen eines möglichst großen Teils unserer Bevölkerung."

Passau als Vorbild

Gerade beim Impffortschritt hatte die Stadt Passau zuletzt große Fortschritte erzielen können. Dass die Erstimpfungsquote in Passau so hoch sei, liege vor allem am frühen Impfstart Ende Dezember und Extra-Lieferungen von Impfstoff in die Grenzregionen, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper betonte.

Lesen Sie dazu auch den Artikel "Passau kommt bei Impfungen besonders schnell voran".

Gerade hier sieht allerdings Michael Fahmüller das Problem. Er schreibt weiter: "Unsere Nachbarlandkreise haben aufgrund ihrer hohen Inzdienzwerte Sonderlieferungen an Impfstoff erhalten - es ist höchste Zeit, dass nun auch wir damit bedacht werden. Ich habe diesbezüglich bereits in der vergangenen Woche Kontakt mit Gesundheitsminister Holetschek aufgenommen und hoffe, dass auch der Landkreis Rottal-Inn nun bald seine volle Kapazität an Impfmöglichkeiten ausschöpfen kann."

Da es auch immer wieder Hinweise darauf gibt, dass mehr junge Menschen vom Corona-Virus betroffen sind, könnte die geplante Aufhebung der Impfpriorisierung weitere Erleichterung verschaffen.

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