Champions League FC Chelsea im Königsklassen-Viertelfinale - Juve raus

Chelseas Cesar Azpilicueta (r) jubelt nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft bei OSC Lille. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Thomas Tuchel kann vorerst aufatmen: der deutsche Trainer zieht mit dem FC Chelsea ins Viertelfinale der Königsklasse ein. Juventus Turin wurde vom «Yellow Submarine» versenkt.

Wirtschaftlich vor einer ungewissen Zukunft, sportlich dagegen auf Kurs: Der finanziell angeschlagene FC Chelsea hat ungeachtet der harten Sanktionen durch die britische Regierung souverän das Viertelfinale der Champions League erreicht.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel setzte sich im Achtelfinal-Rückspiel mit 2:1 (1:1) beim OSC Lille durch. Das Hinspiel hatte Chelsea mit 2:0 gewonnen.

Der türkische Fußball-Nationalspieler Burak Yilmaz (38. Minute) brachte die Gastgeber zunächst per Handelfmeter in Führung. Noch vor der Pause gelang dem ehemaligen Dortmunder Christian Pulisic (45.+3) der Ausgleich für den Favoriten, in der zweiten Halbzeit legte Cesar Azpilicueta (71.) nach.

Juventus Turin dagegen ist nach einer peinlichen Niederlage raus. Die Italiener unterlagen dem FC Villarreal im heimischen Stadion mit 0:3 (0:0), im Hinspiel hatten sich beide Teams noch 1:1 getrennt. Diesmal erzielten Gerard Moreno (78.) per Foulelfmeter, Pau Torres (85.) sowie Arnaut Danjuma (90.+2) ebenfalls per Foulelfmeter die Tore für die Spanier, die nun wie Chelsea im Viertelfinale stehen. Die Auslosung der Partien findet am 18. März statt.

Lage beim FC Chelsea angespannt

Unabhängig davon bleibt die Lage bei Chelsea angespannt. Dass sich die Blues finanziell in einer Drucksituation befinden, war ihnen auf dem Rasen kaum anzumerken. Tuchels Team, bei dem die deutschen Nationalspieler Kai Havertz und Antonio Rüdiger in der Startelf standen, kontrollierte früh das Geschehen und ließ Ball und Gegner laufen. Nur einmal erlaubte sich Chelsea einen Patzer mit Folgen: Weil Jorginho den Ball im eigenen Strafraum mit dem Unterarm abwehrte, entschied der Schiedsrichter nach Sichtung der Videobilder auf Strafstoß. Yilmaz verwandelte souverän.

Hoffnung auf eine Überraschung gab es für die Franzosen aber nur kurz, weil nur wenige Minuten später Pulisic zuschlug. Nach herrlichem Zuspiel von Jorginho beförderte der US-Amerikaner den Ball zum Ausgleich ins lange Eck. Obwohl Lille nun auf die erneute Führung drängte, erzielten wieder die Gäste ein Tor: Azpilicuete traf per Knie zum Endstand.

Trotzdem ist nun alles andere als klar, wie es mit Chelsea weitergeht. Die Londoner dürfen wegen der Sanktionen gegen Club-Besitzer Roman Abramowitsch keine Spielertransfers tätigen, keine Tickets verkaufen und mussten sämtliche Fanshops schließen. Schon nach Lille konnte Chelsea daher weniger Personal als sonst mitnehmen. Zwar haben sich bereits einige Kaufinteressenten gemeldet, dennoch bleiben viele Fragezeichen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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