Der Chamerauer Florian Bock hat mit "Da Schorsch geht hoam" sein erstes Buch geschrieben. Wie lange er daran gesessen hat, wie er vorging und was der Auslöser war.

Ein Polizistenduo, die Provinz und ein Toter. Mit dem Auto überfahren. Der Bayern-Krimi "Da Schorsch geht hoam" spielt zwischen Cham und Bad Kötzting, wobei die Schauplätze meist fiktiv sind. Die saloppe und teils süffisante Sprache der beiden überambitionierten Polizisten Richard Sonnleitner und Wolfgang Gruber - der sich in seiner Mittagspause gern mal in der Zelle aufs Ohr haut - ist mitunter typisch für den Bayerischen Wald. Ein cholerischer Baulöwe mischt kräftig mit. Vogelwilde Ermittlungen sind vorprogrammiert.

Ausgiebig und humorvoll werden Klischees bedient: Mit dem "Bauernporsche" geht's in die Dorfdisco, wo man statt mit synthetischen Drogen noch mit Weißbier und Tequila einen draufmacht. Und natürlich weiß jedes Landei aus der Region, wo die große weite Welt beginnt: in Regensburg. Unsere Redaktion hat sich mit dem Chamerauer Neuautor Florian Bock (40) über sein Erstlingswerk unterhalten.

Ein Dorfpolizist, sein Kollege, Kinder mit für den Bayerischen Wald ungewöhnlichen Namen, die ländliche Gegend - das erinnert doch stark an Franz Eberhofer und Niederkaltenkirchen. Ist die Krimireihe ihr Vorbild?

Florian Bock: Ja und Nein. Rita Falk hat unglaublich viel Erfolg mit ihren Büchern. Ich persönlich mag aber diesen Schreibstil nicht so gern. Mir gefallen die Filme dafür wahnsinnig gut. Ich selbst lese eigentlich fast keine Krimis.

Zu welchen Büchern greifen Sie dann am liebsten?