Hans Kolmer hat keine Zeit fürs Älterwerden. "Der Stress hält mich fit", sagt er und grinst. Fliesenlegen, Mauern, Schreinerarbeiten. Kolmer ist ein Handwerker durch und durch, die Arbeit geht ihm dank großer Familie nie aus. Erst recht nicht im Advent. Da steht der 74-Jährige nämlich in der Backstube der Bäckerei Schäfer und sticht Halbmonde aus. Gelernter Bäcker und Konditor ist Kolmer nämlich auch noch.

"Eigentlich ist der Hans ja schon in Rente", sagt seine Chefin Kerstin Berg. "Aber zur Weihnachtszeit, beim Plätzchenbacken, da hilft er uns aus." Auch so eine liebe Adventstradition beim Schäfer-Bäck, genauso wie die alten Rezepturen, die der "Hans" mitbringt für seine Teige. "Das sind noch die Rezepte aus meiner Lehrzeit", sagt er stolz und während er erzählt, hält er einen der Teige im Arm wie ein feistes Baby. Kolmer hat Ende der 1950er seine Lehre als Bäcker und Konditor gemacht. "Das ging damals noch in einem Aufwasch", erzählt er. Dabei war schon früh klar, dass ihm die "Fieselarbeit" des Konditors näher lag. "Gestern hätten'S da sein müssen", sagt er. "Da hab ich eine Geburtstagstorte gemacht, mit einem Bauern und einem Bulldog oben drauf." Die Maschine hat er einem Deutz-Bulldog aus dem Jahr 1913 in Marzipan nachempfunden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie als Abonnent kostenlos auf idowa.plus oder in Ihrer Tageszeitung vom 07. Dezember 2018.