Das Problem ist bekannt. Den Grundschulen fehlen die Lehrer. Und das schon seit Jahren. In dieser Woche hat Kultusminister Michael Piazolo eine Lösung für das Dilemma präsentiert: Ab dem nächsten Schuljahr müssen Grundschullehrer eine Stunde pro Woche mehr arbeiten, sie dürfen nur noch in Ausnahmefällen vor dem 66. Lebensjahr in Rente gehen, außerdem gibt es eine neue Teilzeitregelung und längere Auszeiten sollen nicht mehr möglich sein. "Das ist definitiv der falsche Weg!", kommentiert Sabine Lankes vom BLLV-Kreisverband Cham die Pläne und spricht damit vielen ihrer Kollegen aus dem Herzen. "Man sollte nicht am Fundament sparen."

"Schwierig", schätzt Josef Messerer die Lage ein. Die neuen Vorgaben des Kultusministeriums kommen nicht ganz überraschend. Der Rektor der Chamer Grundschule und Vorsitzende des BLLV-Kreisverbandes Roding kennt die Probleme, die mit der extrem dünnen Personaldecke einhergehen. Seit Jahren schon müsse man um viele Stunden und jeden Lehrer kämpfen. Es sei ihm grundsätzlich auch lieber, wenn gut geschulte Pädagogen eine Stunde mehr arbeiten, als wenn Aushilfen den Unterricht übernehmen - so wie das in anderen Bundesländern praktiziert wird. "Unsere Kinder haben ein Recht auf gute Bildung", so seine Priorität. "Allerdings arbeiten viele Kollegen ohnehin schon am Limit."

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