Cham Nazi-Aussteiger spricht an Realschule

"Damals habe ich so gedacht - damals, nicht heute", stellt Manuel Bauer klar. Der Ex-Nazi erzählt ohne Beschönigung von seiner Zeit in der rechten Szene und bringt so die Maristen-Realschüler zum Nachdenken. Foto: Schmid

Er spricht von sich selbst als Überzeugungstäter, als jemand, der Spaß hatte am Schlagen von Ausländern. Manuel Bauer war 13 Jahre lang in der rechten Szene unterwegs, gründete einen Schlägertrupp, hasste und verabscheute Ausländer. Jahrelang bestimmt dieser Hass sein Leben, bis er den Absprung schafft. "Das Rauskommen ist schwierig. Du bist nicht nur Mittäter, sondern auch Mitwisser." Daher ist auch die Polizei informiert, dass er in Cham ist - sicherheitshalber.

"Ich hätte euch zu Opfern gemacht." Bei diesem Satz müssen die Maristen-Realschüler, vor denen Bauer am Dienstagvormittag spricht, erstmal schlucken. Es hätte sich immer ein Grund gefunden, Ausländer bis zur Bewusstlosigkeit zu prügeln und zu treten. Wer so voller Hass ist, nutzt jede Möglichkeit. Detailgenau und schonungslos ehrlich erzählt er, als er als Jugendlicher einen Zwölfjährigen zusammenschlägt, ihm an der Schläfe eine brennende Zigarette ausdrückt. Noch heute habe er die Schreie im Ohr. Damals juckte ihn das nicht, er fühlte sich stark, die Stimmung unter den Kameraden ist super, Adrenalin fließt durch seine Adern. Er findet's einfach nur geil. "Fremdes Elend juckte mich nicht."

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