Cham JvFGler in der Ostdeutschen Galerie

Bei der Führung durch die Museumspädagogin durften Schüler gleich aktiv werden. Foto: Melichar

Der Lehrplan für das Fach Kunst in der 11. Jahrgangsstufe am Gymnasium gibt im ersten Halbjahr ein umfassendes Thema vor: Körper. Dazu besuchten die Gymnasiasten die Ostdeutsche Galerie in Regensburg.

Die Darstellung des menschlichen Körpers in kunstgeschichtlichen Positionen soll dabei hinterfragt und systematisch erschlossen werden. Dass dies am besten vor den Originalen im Museum funktioniert, bewiesen die beiden Kunstkurse der Q11 des JvFGs zusammen mit ihren Kunstlehrern Simone Seifert und Leo Schötz bei ihrem Besuch der Ostdeutschen Galerie in Regensburg.

Das Joseph-von-Fraunhofer Gymnasium bietet seit knapp zwei Jahren eine verstärkte Ausrichtung der künstlerisch und kulturellen Bildung an und investiert bewusst in eine persönlichkeitsbildende und kreative Ausbildungsrichtung. Bereits in der Unterstufe wird über das einzigartige Konzept der Kunstklasse die Möglichkeit gegeben, über den regulären Unterricht hinaus in praxisorientierten Projekten schöpferische Fähigkeiten und flexibles Denken zu fördern.

Auch in der Oberstufe wird dieses Konzept der praxisorientierten Unterrichtseinheiten verstärkt. So durften die Schülerinnen und Schüler in einer Führung durch die Ausstellung und einem praktischen Workshop viel Neues erfahren und ausprobieren und sich nebenbei auch noch auf spezielle Weise mit den Inhalten des Lehrplans beschäftigten. Die Analyse der formalen und inhaltlichen Gestaltungszusammenhänge war bei der Führung ebenso Thema, wie die Beschreibung maßgeblicher Bildstrukturen und –elemente. Die Schülerinnen und Schüler kamen dabei mit den beiden Museumpädagoginnen Karla Volpert und Nadja Schwarzenegger ins Gespräch und konnten ihre subjektiven Eindrücke zur Werkerschließung formulieren. Die Beiden verstanden es ausgesprochen gut, den Teilnehmern die verschiedenen Bildwelten des 19., 20. und 21. Jahrhunderts näherzubringen.

Geeignete Ausstellungsexponate z.B. von Lovis Corinth, Otto Müller, Felixmüller und Jiří Kolář sind nur einige Künstlernamen, die dabei genauer unter die Lupe genommen wurden. Vor allem Letzterer animierte einen Teil der Schülerinnen und Schüler zur eigenen experimentellen Bildumsetzung. Die Möglichkeiten der Dekonstruktion und Neuzusammensetzung bildnerischer Vorlagen wurde über die Technik der für den Künstler typischen Rollage erkundet. Der zweite Kurs beschäftigte sich hingegen mit der perspektivischen Darstellung der menschlichen Figur. Haltungen und Posen in Bewegung umzusetzen und über die Technik der Tuschezeichnung ein Bild der sichtbaren Welt zu erzeugen, war Thema des Workshops.

Ein gelungener Tag ganz im Zeichen der Kunst, der viele Möglichkeiten bot, den Kunstunterricht durch die kreative Auseinandersetzung mit den Originalen zu ergänzen.

 
 

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