Cham "Es quillt über"

Rundgang durchs Rundfunkmuseum Foto: isa

Da weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Radio- und TV-Geräte, Mikrofone, Kameras und vieles mehr aus hundert Jahren Rundfunk- und Fernsehgeschichte schmücken die vielen Räume des Rundfunkmuseums in Cham. Haufenweise Schätze sind hier verborgen - wie das erste Mischpult von Thomas Gottschalk.

Was Michael Heller, der Museums-Chef, mit Unterstützung des Fördervereins auf die Beine stellte, ist beeindruckend. Das findet auch Bürgermeisterin Karin Bucher: "Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, Physik praxisnah zu erleben, wäre ich vielleicht auch in einen technischen Beruf gegangen." Auch der bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Bernd Sibler, ist begeistert. "Es ist unglaublich, was Sie haben", lobte er Heller (Kultusminister Bernd Sibler besichtigt das Chamer Rundfunkmuseum). Erst vergangenes Jahr feierte das Museum ihre Eröffnung und ist schon ein viel besuchter Ort.


Blick hinter die Kulissen des Rundfunkmuseums

Michael Heller spricht über die Exponate.


Um die 100 Führungen hat es schon gegeben. Dabei finden nicht nur die Erwachsenen ins Museum, sondern auch Kinder zeigen Interesse an den alten Schätzen. "Möglichst viele Schüler sollen den Weg zum Museum finden", betonte der Landtagsabgeordnete der CDU, Gerhard Hopp. "Sie sollen erfahren, wie Technik funktioniert", fügt er hinzu. So wurde auch die Aktion "Schüler bauen ein Radio" ins Leben gerufen. Schüler der siebten Klassen der beiden Gymnasien in Cham sollen in die Welt der Technik eingeführt werden und mit Hilfe der Experten ein Radio bauen. Das erste Serienmodell des entwickelten Radios erhielt gestern Sibler überreicht.

Heller ist guter Dinge und hat bereits neue Pläne: "Unser Potenzial ist lange noch nicht ausgeschöpft." So träumt er von einem Rundfunkstudio und einer Experimentierwerkstatt. Auch größere Ausstellungsräume würden dem Museum zu Gute kommen. Über 3.000 meist funktionstüchtige Exponate sind auf 900 Quadratmeter in den Räumen verteilt. Es befindet sich kaum noch Platz für neue Sammelstücke. Spenden müssen aus Platzgründen oftmals abgelehnt werden. "Unser Depot quillt über mit so vielen Spenden", sagt Heller.

 
 

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