Ist es ein großes Nest? Oder doch eher ein bizarrer Hut? So wie Gerda Bräuer, stellvertretender Leiterin des Schulamtes, ging es am Dienstagvormittag wohl so manchem Gast, der die pausenhofüberspannende Holzkonstruktion das erste Mal gesehen hat. Sie ist weder Nest noch Hut, sondern eine "originelle, stilvolle, sich sukzessiv immer wieder verändernde Pausenhofbeschattungsinstallation", wie Bräuer zusammenfasste. Und noch mehr als das: Sie ist ein Kunstwerk.

Entworfen hat es der Chamer Künstler und Leiter des Kunstbetriebs, Andi Dünne. Dass der besondere Schattenspender den Pausenhof schmückt, ist aber noch weiteren Personen zu verdanken, die Schulleiter Josef Messerer zur offiziellen Einweihung begrüßte. 1 000 Euro, "ohne die das Ganze nicht möglich gewesen wäre", hatte die Stadt Cham gespendet, vertreten durch 2. Bürgermeisterin Christa Strohmeier-Heller und Kämmerer Christian Plötz. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs übernahmen den Aufbau. Der Elternbeirat beteiligte sich wie der Förderverein der Schule, der die Brotzeit für die Bauarbeiter spendiert hatte. Auch der ehemalige Schulleiter Maximilian Wiesenreiter war gekommen, unter dessen Ägide die Pausenhofbeschattung in Angriff genommen worden war.

Und auch die Schüler und ihre Kunstlehrerinnen haben ihren Anteil daran. Sie werden das Objekt noch weiter gestalten und mit Kunstwerken behängen, die sie im Unterricht das Jahr über basteln. Nicht umsonst darf sich die Chamer Grundschule Kunst-Grundschule nennen. Weitere Fotos und den ausführlichen Bericht gibt es auf idowa plus.