"DE-ÖKO-037". Auf diese Buchstaben-Zahlen-Kombi ist Ruth Meissner gerade megastolz. Damit hat sie es schwarzaufweiß: Das Ludwig ist das erste und einzige Bio-Lokal in Cham. "Wahrscheinlich im Landkreis", fügt Meissner noch hinzu. Lohn für ihr Herzblut, das sie in das Lokal investiert.

Dabei ist die Gulaschsuppe Schuld. Kurz nachdem Ruth Meissner in ihrem Kulturcafé einem Gast den Teller serviert hatte, hörte sie durch die halb geöffnete Durchreiche plötzlich laut: "Wos is na des für a Fleisch?", erzählt die Gastgeberin. "Ich bin richtig erschrocken und gleich raus, um zu fragen, was nicht in Ordnung ist." Dabei war der Gast nur bass erstaunt: "Das Fleisch schmilzt auf der Zunge", schwärmte der Mann. Meissner lacht erleichtert, wenn sie die Geschichte erzählt. "Ich hab ihm dann erklärt, dass das Fleisch vom Boierhof stammt." Aber als Bio-Fleisch darf Meissner es nicht auf ihrer Tageskarte anpreisen. "Ich hab mich erkundigt. Der Gaststättenverband Dehoga hat mir mitgeteilt, dass ich nicht mit Gulaschsuppe vom Bio-Rind werben darf." Von Bio-Gulaschsuppe ganz zu schweigen, dann müsste jede einzelne Zutat zertifiziert sein und die Suppe als Bio-Endprodukt abgenommen werden.

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