Cham Barrierefrei: Stadtführung in Gebärdensprache

Birgit Schmidberger hat was gegen Barrieren, Pia Helml hilft ihr, solche zu überwinden. Gemeinsam haben sie die Idee umgesetzt, in der Stadt Cham eine Führung für Gehörlose und für Hörbehinderte zu entwerfen und auszuarbeiten. Foto: Lommer

Pia Helml bietet in Zukunft Stadtführung durch Cham in Gebärdensprache an. Wie das aussieht, sehen Sie im Video.

Pia Helml steht am Marktplatzbrunnen und fährt sich mit der rechten Hand durch ihre kurzen Haare. Bei ihr ist das aber kein Ausdruck der Eitelkeit. Nein, Pia Helml spricht. In Gebärdensprache. Der Griff ins Haar symbolisiert einen Kamm und steht in diesem Moment für die Stadt Cham. Wenn Pia Helml in der kommenden Woche die erste Stadtführung in Gebärdensprache anbietet, dann kommt diese Geste sicher öfter zum Einsatz - egal, ob die Frisur sitzt oder nicht.

"Ich bin so froh, dass wir mit Helml jemanden gefunden haben, der uns in Sachen Barrierefreiheit weiterbringt", sagt Birgit Schmidberger. Die Leiterin der Chamer Tourist-Info kämpft seit drei Jahren gegen Barrieren aller Art. Damals ließ sich die Chamer Tourist-Info zertifizieren und gilt seither bayernweit als Modellprojekt in Sachen Barrierefreiheit. Für Schmidberger aber war schnell klar: Diese ist nicht erreicht, wenn Menschen im Rollstuhl ohne Probleme in die Chamer Tourist-Info gelangen können. Vielmehr müsse es darum gehen, für jeden Menschen, der die Stadt besucht, die passenden touristischen Angebote vorzuhalten. Und dazu gehören eben auch Gehörlose und Hörgeschädigte.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 11. Juli 2018.

 
 

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