Der Münchener Politikwissenschaftler zum Aufstieg von "AKK" und die Folgen für die CSU

Herr Professor Weidenfeld, ist die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer eine Fortsetzung der Ära Merkel?

Weidenfeld: Nein. Bei aller Übereinstimmung auf vielen Feldern ist Frau Kramp-Karrenbauer kein Abziehbild von Frau Merkel. Für die CDU hat es in den letzten Monaten einen atmosphärischen Höhenflug, einen Aufbruch in die neue Zeit gegeben. Auf dem Parteitag hat Frau Kramp-Karrenbauer die Seele der CDU besonders intensiv gestreichelt, was garantiert zu ihrem Sieg beigetragen hat. Sie hat eine Zukunftsbegeisterung in der Partei ausgelöst. Die Herausforderung bleibt jetzt, das auf dieser Ebene zu halten. Die Rede von Kramp-Karrenbauer war rhetorisch und inhaltlich ein Volltreffer. So hält man eine Rede, wenn man Delegiertenstimmen gewinnen will. Die Delegierten konnten sagen: Ja, das ist eine von uns. So fühlen wir doch auch. Sie kennt die Partei von innen. Sie hat die Partei auch von innen verkostet. Das spürt man. Dagegen war die Rhetorik von Merz viel schärfer und härter.

Hat die CDU ihrer Schwesterpartei CSU vorgemacht, wie man einen "geordneten Übergang" hinbekommt?

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