Friedrich Merz setzt im Rennen um den CDU-Vorsitz auf eine Mannschaftslösung. Der ehemalige Unionsfraktionschef präsentierte am Dienstagnachmittag im Estrel-Hotel in Berlin seine Mitspieler, die für eine inhaltlich breiter aufgestellte Partei sorgen sollen. Sollte er beim Mitgliederentscheid vorn liegen, soll der 46-jährige Bundestagsabgeordnete und Sozialpolitiker Mario Czaja aus Berlin Generalsekretär werden. Zudem will Merz die Baden-Württembergerin Christina Stumpp zur stellvertretenden Generalsekretärin machen - dieses Amt will Merz im Falle eines Sieges erst schaffen.

Zuvor hatte die CDU im Hochsauerlandkreis den 66-jährigen Juristen aus Brilon zum dritten Mal für das Amt des CDU-Parteivorsitzenden nominiert. Zwei Mal war Merz bereits gescheitert, um es jetzt doch noch zu schaffen, setzt er auf eine neue Strategie. Er strebe keinen Rechtsruck an und wolle keine Wähler von der AfD zurückholen, sagte Merz. "Reumütige Rückkehrer sind natürlich herzlich willkommen", sagte er. Eine "Achsenverschiebung" werde es mit ihm nicht geben, die CDU müsse als Volkspartei Heimat für unterschiedliche Strömungen bieten. Dazu zähle neben dem wirtschaftsliberalen und dem wertkonservativen auch der sozial orientierte Flügel.