Campusleben Davids Erkenntnisse im Wintersemester 2017/2018

16. Februar 2018
#52: Prüfungs-Yeti
Wenn du morgens beim Blick in den Spiegel denkst, dass ein Yeti vor dir steht, ist klar: Es ist Prüfungszeit. In meinem Fall liegen die Prüfungen bereits hinter mir und mein Bart – in seinen aktuellen Auswüchsen eher ein Urwald – wuchert wild in alle Richtungen. Grau sind meine Haare vor Verzweiflung glücklicherweise nicht geworden, doch während der vielen Lernerei fehlte mir einfach die Zeit, den Bartwuchs in den Griff zu bekommen. Die Prüfungsphase endet also mit einem Besuch beim Barbershop meines Vertrauens – endlich wieder durchatmen und eine formvollendete Gesichtsbehaarung! Rückblickend sei noch erwähnt: Am Ende war es wieder mal gar nicht so schlimm wie erwartet. Vor allem mit dem Mittelhochdeutschen habe ich Frieden geschlossen, denn am Ende hat es doch irgendwie Spaß gemacht, in die Literatur des Mittelalters abzutauchen.

9. Februar 2018
#51: Staubsaugen
Prokrastination – kompliziertes Wort, steht für extremes Aufschieben. Diese „Arbeitsstörung“ ist typisch für viele Studenten – so auch für mich. Unter Freunden und Nachbarn habe ich letztens herumgefragt, wie sie sich vom Lernen abhalten. Die einen kochen aufwendig, andere lenken sich mit Netflix ab, ich surfe sinnlos durchs Netz. Besonders auffällig ist die Aufschiebe-Methode einer Nachbarin: Sie staubsaugt, manchmal auch um Mitternacht.

2. Februar 2018
#50 Mehrweg
Seit Kurzem werben Regensburger Studenten auf Facebook unter „Five guys no cup“ dafür, dass sich jeder einen Mehrwegbecher holen soll. Denn sie finden es schlimm, wie viele Einwegbecher täglich in den Uni-Cafeterien draufgehen. Und damit haben sie recht! Leider gibt es immer wieder Leute, die nicht nur einen Pappbecher, sondern sogar zwei nehmen, damit sie sich nicht verbrennen. Ich finde das furchtbar. Bitte lasst das!

26. Januar 2018
#49: Keine Freunde
Aller guten Dinge sind drei und so beginnt nächste Woche meine dritte Prüfungsphase an der Regensburger Universität für mich. Vier Klausuren stehen an – geht eigentlich? Nicht ganz! Drei der Klausuren sind Modulprüfungen, sprich: Sie prüfen das Wissen aus mehreren Veranstaltungen gleichzeitig ab. Der Lernstoff ist deshalb absolut unübersichtlich und teilweise richtig nervig. Vor allem eine Erkenntnis aus der vielen Lernerei nehme ich mit: Das Mittelhochdeutsche – ich muss es übersetzen können – und ich werden niemals Freunde! Wirklich niemals!

19. Januar 2018
#48 Illaminati
Ich hab’s endlich gekauft: ein Laminiergerät, Standard-Ausstattung einer jeden Grundschulmausis. Anfang des Semesters haben mir einige Kommilitonen von ihren Laminiergeräten vorgeschwärmt und tatsächlich muss ich demnächst Lernkarten laminiert abgeben. Es war also höchste Zeit, mich dem Illaminatenorden anzuschließen. Das erfüllt natürlich wieder das typische Klischee, das es über uns Grundschullehramtsstudenten gibt, aber dafür kann ich jetzt alles Mögliche unsterblich machen. Mein Laminiergerät ist übrigens für DIN A4 gedacht. Ein Größeres gibt’s dann nach dem Studium.

12.Januar 2018
#47 Netflix
Das Semester geht weiter, die Ferien sind seit einer Woche vorbei, die Prüfungsphase steht an. Was ist der größte Fehler, den man als Student vorher begehen kann? Na klar, ein Netflix-Abo abschließen. Mal gucken, wie sehr mich das ablenkt.

4. Januar 2018
#46 Online?!
Online-Seminar – das hört sich total entspannt und locker an. Man muss keinen lästigen Dauermonolog über sich ergehen lassen und kann die Aufgaben nach freier Zeiteinteilung erledigen. Allerdings hat das auch einen Haken: Wer nicht stetig mitarbeitet, verliert schnell den Faden – so wie ich. Gut, dass die vergangenen zwei Wochen Ferien waren. Genug Zeit, um alles nachzuholen.

29. Dezember 2017
#45 Referat 2.0
„Bekleidungsverhalten von Paaren“ – Um dieses Thema drehte sich ein Referat, das ich in der vergangenen Woche halten musste. Für mein Studium kann ich nämlich Seminare in Kulturwissenschaften einbringen. Darin widmen wir uns verschiedenen Themen wie Essen oder Kleidung. Das Besondere: Wir stehen nicht einfach nur vorne und erzählen, wir schauspielern. Ich habe mein Referat als Wissenssendung „Wissen macht Ah“ verpackt. Mein Fazit: Referate so aufzuziehen, ist besser als der übliche fachwissenschaftliche Einheitsbrei.

22. Dezember 2017
#44 Schieben
Ich bekomme Schnappatmung, wenn ich an die Semesterferien ab Mitte Februar denke. Diese Zeit ist mit drei Seminararbeiten und einem Praktikum vollgestopft. Mittlerweile habe ich aber eingesehen, dass ich das nicht alles schaffe. Gut, dass ich eine Arbeit ins nächste Semester schieben kann. Manchmal geht’s im Studium genau darum: zu verstehen, dass man kein reines Arbeitstier ist.

15. Dezember 2017
#43 Pfeiffer!
Jedes Jahr wird in der Vorweihnachtszeit an vielen deutschen Unis der Film „Die Feuerzangenbowle“ von 1944 gezeigt – so auch vergangene Woche hier in Regensburg. Fällt der Name „Pfeiffer“ im Film, schreien 300 Studenten „Pfeiffer“ im Chor und trinken Feuerzangenbowle. Auch wenn der Film aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt, der Abend war auf jeden Fall spaßig.

8. Dezember 2017
#42 Toaster
Wer wärmt meine Finger, wenn mir kalt ist? Wer macht hartes Brot wieder weich und weiches Brot knusprig? Es ist mein neuer Toaster. Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich habe mir für meine Wohnung vor Kurzem einen Toaster gegönnt – das perfekte Küchenutensil für kochfaule Studenten. Nichts geht über warmes Brot!

1. Dezember 2017
#41 Bürokratie
Sie ist und bleibt das größte Hindernis im Studium – auch im dritten Semester: die Bürokratie. Wann muss ich mich für eine Prüfung anmelden? Wo ist mein Bescheid abgeblieben? Welches Formular muss ich als nächstes ausfüllen? Manchmal kommt da so viel zusammen, dass das Lernen im Vergleich viel weniger Aufwand ist. Was hilft? Das Beste draus machen! Wer die Bürokratie überwindet, schafft auch sein Studium. Da bin ich mir sicher!

24. November 2017
#40 Gelüftet
Drei Wochen ist es her, da habe ich mich in meiner wöchentlichen Erkenntnis gefragt, was es mit dem Taubenkäfig auf dem Dach der Uni Regensburg auf sich hat. Ein Kollege aus der Politikredaktion hat mich schließlich aufgeklärt: Bei dem Taubenkäfig handelt es sich um das „Regensburger Modell“, ein Versuch, der Taubenplage auf dem Campus Herr zu werden – mit riesigem Erfolg. Die Tauben, die sonst ihr Unwesen auf dem Gelände trieben, werden in Freiluft-Taubenhäuser gelockt. Dort finden sie Futter und Nistplätze. Eier werden gegen Gips- oder Plastikeier getauscht, damit sich die Tauben nicht weiter vermehren. Der Käfig ist also dazu da, um den Campus sauber zu halten. Irgendwie schade, Brieftauben wären schon cool gewesen!

17. November 2017
#39 Lebkuchen
Noch 37 Tage bis Weihnachten! Daran wollte uns Studenten die Mensa wohl vor Kurzem erinnern, denn zu jedem Essen gab es einen Mini-Lebkuchen geschenkt. Und der war gar nicht mal so schlecht.

10. November 2017
#38 Waschen
Ich habe mir für dieses Semester vorgenommen, mich ab sofort selbst um meine Wäsche zu kümmern und die Waschmaschinen im Keller des Wohnheims zu benutzen. Schließlich wohne ich nicht mehr zu Hause, sondern in einer eigenen Wohnung. Fazit bisher: Waschen kann ganz schön aufwendig sein, aber hat man einmal den Dreh raus, läuft es wie von selbst. Trotzdem macht schmutzige Wäsche viel Arbeit. Deshalb ein großes Dankeschön an meine Mama: Danke, dass du das die letzten Jahre für mich erledigt hast!

3. November 2017
#37 Taubenzucht
Es gibt immer wieder Orte an der Universität in Regensburg, die ich noch nicht kenne. So habe ich zum Beispiel letztens einen Taubenkäfig entdeckt. Für was hat die Uni denn Tauben? Für biologische Forschungszwecke?! Oder sind es vielleicht Brieftauben? Oder landen sie vielleicht irgendwann auf dem Teller in der Mensa? Hoffentlich nicht! Selbst in der Studenten-App Jodel sind sich alle uneinig. Wenn es jemand von euch weiß, dann schreibt mir bitte eine E-Mail. Sonst bleibt die kleine versteckte Taubenzucht wohl mein restliches Studium ein Mysterium...

27. Oktober 2017
#36 Erste Schritte
Es ist witzig, wie Erstis an der Uni panisch ihren Raum suchen. Noch viel lustiger ist es gerade mit einer Freundin, die zu diesem Semester ihr Studium begonnen hat. Weil ich die Hilflosigkeit in den ersten Tagen an der Uni gut kenne, helfe ich ihr, wo ich kann. Dabei gibt’s einiges zum Lachen, denn blöde Fragen sind vorprogrammiert. Aber: Jeder stellt sich bei seinen ersten Schritten auf dem Uni-Gelände tollpatschig an.

20. Oktober 2017
#35 Endlos
Regensburger Uni-Campus, du hast mich endlich wieder! Seit Montag läuft mein drittes Semester und noch ist nichts Sonderbares und Berichtenswertes passiert – außer, dass ich in den Semesterferien gezwungen war und immer noch gezwungen bin, das Mittelalter-Epos „Parzival“ zu lesen. Die schier endlose Geschichte von Wolfram von Eschenbach zählt über 1800 Seiten, von denen allein 200 draufgehen, bis die Hauptfigur des Romans, Ritter Parzival, geboren wird. Eine Qual! Fazit: Die Uni kann manchmal richtig grausam sein!

 
 

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