Campusleben Davids Erkenntnisse im Sommersemester 2018

20. Juli 2018
#67: Auf zum Endgegner
Meine Haut ist blass, mein Bart zerzaust – mein viertes Semester geht wie jedes Semester zu Ende: nach tagelangen Prüfungsvorbereitungen im menschlichen Urzustand. Zeit für Restaurierung und Pause von der Welt – und für Semesterferien. Ich muss zwar eine Seminararbeit schreiben, kann aber endlich den Sommer genießen. Und noch mehr: Ich kann feiern, denn ich habe vergangene Woche das letzte Mal in meinem Studium über einer Prüfung geschwitzt. Was jetzt noch kommt sind Referate, Portfolios und Seminararbeiten – und die Staatsexamensprüfung ganz am Ende. Der erste Teil davon erwartet mich schon am Ende des nächsten Semesters: das erziehungswissenschaftliche Staatsexamen. Der erste Endgegner also. Aber vorher verabschiede ich mich erst mal in eine Auszeit. Bis bald!

13. Juli 2018
#66 Team-Klausur
Die meisten Klausuren sind rum, eine fiel besonders auf: eine Team-Klausur. Heißt: Wir durften zu dritt eine Prüfung bearbeiten und mussten unser Wissen gemeinsam anwenden. Solche alternativen Klausuren sollte es öfter geben.

6.Juli 2018
#65: Bauzaun
Unsere Bunker-Uni hat jetzt Baustellen-Charme. Viele Bereiche des Campus sind jetzt mit Bauzaun abgesperrt und der Boden wird aufgerissen. Warum? Gute Frage! Wenn ich es weiß, lasse ich es euch wissen.

29. Juni 2018
#64: Notfall-Mais
Der Campus ist trotz des schönen Wetters wie ausgestorben, die Computerräume sind voll, die Sitzplätze in der Bibliothek rar. Überall an der Regensburger Uni merkt man deutlich: Es ist Prüfungszeit. Das sieht man auch deutlich, wenn man einen Blick in meinen Kühlschrank wirft: gähnende Leere. Zumindest fast: Eine halbe Salatgurke und eine einsame Paprika liegen im Gemüsefach. Wenn ich kurz vor dem Verhungern bin, hilft in so einem Fall ein Pizzalieferdienst aus oder mein Notfall-Fach. Glück gehabt: Die Dose Notfall-Mais ist noch da. Es gibt Salat, oder besser gesagt, Mais mit Paprika.

22. Juni 2018
#63: Challenge
Eine Freundin und ich haben uns für unser Studium eine Challenge gesetzt: Wir wollten die Uni abschließen, bevor die Steinerne Brücke fertig ist. Nach ewiger Sanierung ist sie vor zwei Wochen wieder eröffnet worden. Wir haben versagt! Aber die nächste Challenge wartet: Abschluss, bevor die Uni renoviert sein wird und es nirgends mehr reinregnen wird.

15. Juni 2018
#62: Studikino
Licht aus, Film an – einmal pro Woche verwandelt sich ein Hörsaal der Uni Regensburg in einen Kinosaal. Denn immer dienstags zeigt ein Team aus Studenten einen Film, der im vergangenen halben Jahr im richtigen Kino lief. Dabei ist der Eintrittspreis perfekt für studentische Geldbeutel gemacht. An mir ging das Studikino drei Semester lang vorbei. Vor Kurzem habe ich es dann endlich ausprobiert. Es lief der Musical-Film „Greatest Showman“. Mein Fazit: Das Hörsaalkino hat einen besonderen Charme. Einzig die unbequemen, hölzernen Klappsitze stören. Gut, dass man sich ein Kissen ausleihen kann!

8. Juni 2018
#61: Drahtesel
Tschüss Sauna-Bus, hallo Fahrrad! Ich bin seit Kurzem endlich mit dem Fahrrad in Regensburg unterwegs. Nach einem Jahr habe ich es nämlich geschafft, meinen Drahtesel in die Uni-Stadt zu bringen. Dadurch erspare ich mir Fahrten in Bussen ohne Klimaanlage. Nur an eine Herausforderung muss ich mich erst noch gewöhnen: den steilen Berg zur Uni.

31. Mai 2018
#60 Bessere Mensa
Die Mensa der Regensburger Uni kann einpacken, in der OTH schmeckt’s besser. Das ist eine Erkenntnis, die ein paar Freunde und mich dazu bringt, den langen Weg zur Nachbar-Hochschule auf uns zu nehmen. Doch ist das Essen wirklich besser? Ich glaube, das ist die Wirkung von etwas Neuem. Schließlich kommt überall das Gleiche auf den Teller. Viel schöner ist die Mensa auf jeden Fall.

25. Mai 2018
#59 Vier Pfoten
In einem Seminar in diesem Semester kommen wir gerade alle auf den Hund. Unsere Seminarleiterin hat nämlich jede Woche ihren kuscheligen Labrador dabei. Der spaziert während den Kursen immer entspannt durch die Reihen, holt sich Streicheleinheiten ab und sorgt für lustige Momente – vor allem, wenn er versucht, sich heimlich aus dem Raum zu schleichen. Dadurch ist die Atmosphäre im Seminar viel entspannter.

18. Mai 2018
#58 Tanzeinlage
Ich studiere Grundschullehramt und kenne die Klischees über Grundschulmausis gut. An manchen ist auch etwas dran. Es gibt zum Beispiel einen Musikkurs, in dem wir zu Liedern Tänze lernen. Das nehmen wir aber mit Humor. So kann es schon mal vorkommen, dass wir durch eine Kneipe tanzen und dazu laut ein Kinderlied singen.

10.Mai 2018
#57 Wie eine Ente
Ich habe meinen Vorsatz vom vergangenen Semester wieder aufleben lassen und mich im Unisport versucht. Dieses Mal probiere ich Kickbox-Aerobic aus. Mein Fazit nach der ersten Trainingseinheit: Aua! Dank heftigen Muskelkaters watschle ich derzeit wie eine Ente.

4. Mai 2018
#56 Einkaufswagen
In Wohnheimen passieren täglich verrückte Dinge. Das ist kein Geheimnis. Bei uns hat jemand diese Tatsache vor Kurzem wieder mal auf die Spitze getrieben und im Rausch einen Einkaufswagen mit nach Hause genommen. Der ziert jetzt unseren Hof.

27. April 2018
#Papierlos
Wer braucht schon Block und Stift, wenn er ein Tablet hat? Ich versuche seit Kurzem, mein Studium mit meinem iPad zu bestreiten. Denn mal ernsthaft: Langsam geht mir der Platz für Ordner aus. 14 Ordner stehen in meiner Wohnung in Reih und Glied, gefüllt mit dem geballten Wissen aus vier Semestern. Ich bin mir sicher: Nicht alles in den Ordnern hätte ich auch ausdrucken müssen. Fachtexte zum Beispiel. Ab sofort lese ich sie auf dem iPad und mache mir digitale und handschriftliche Notizen. Mal schauen, wie ich damit weiterhin klarkomme...

20. April 2018
# Forschergeist
Bereits in meinem vergangenen Universum habe ich verraten, dass ich in diesem Semester ein Seminar über Berlinromane belege. Das ist das erste Seminar, in dem ich keine uralten, verstaubten Lektüren zur Hand nehme, sondern aktuelle Bücher. Deshalb lautet das Credo im Seminar: „Wir lernen keine Forschung, wir machen sie selbst!“ Ich bin gespannt, wohin die Reise geht.

13. April 2018
#53: Ausschlafen
„Morgenstund hat Gold im Mund“ – diesem Sprichwort erteile ich im neuen Semester eine Absage: Meinen Stundenplan habe ich so zusammengestellt, dass sich Seminare und Vorlesungen auf den Nachmittag konzentrieren. Vormittags kann ich entweder ausschlafen oder Gelerntes vom Vortag nachbereiten. Ich erhoffe mir dadurch ein lockeres Semester. Die Themen sind auf alle Fälle locker: In einem Seminar geht es um Berlinromane. Wie cool ist das denn?!

 
 

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