Bundestagswahl 2021 Diese Kandidaten vertreten Ostbayern im Bundestag

Der Plenarsaal des Bundestags in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa

Deutschland hat gewählt, Bayern hat gewählt. Wer schlussendlich in den Bundestag einzieht, war abhängig davon, wie viele Ausgleichsmandate es gibt. Das steht seit Montagfrüh fest - und damit, welche Kandidaten Niederbayern und die Oberpfalz künftig im Bundestag vertreten werden. 

Wer für die CSU in den Bundestag einzieht:

Alois Rainer, CSU, Wahlkreis Straubing; 56, MdB, Haibach, Metzgermeister

Rainer ist seit 2013 Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags, im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft sowie im Rechnungsprüfungsausschuss. Wir haben ihn gefragt: Gefährden die Milliardenkosten wegen Corona den B20-Ausbau? Und wie steht er zum Süd-Ost-Link, der viele Landwirte in seinem Kreis verunsichert? Hier sind fünf Fragen an Alois Rainer.

Florian Oßner, CSU, Wahlkreis Landshut; 41, Landshut, Diplom-Volkswirt (univ.)

Oßner ist ebenfalls seit 2013 Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags und zählt im Interview Zuschüsse auf, die er dort für seinen Wahlkreis Landshut-Kelheim erwirkt hat. Außerdem fordert er ein Umdenken bei den Corona-Maßnahmen - gerade mit Blick auf Kinder, die darunter leiden. Hier unser Interview mit Florian Oßner.

Martina Englhardt-Kopf, CSU, Wahlkreis Cham; 40, Ort, Diplom-Handelslehrerin (univ.)

In Cham war ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet worden. Jetzt ist klar: Die Schwandorferin Martina Englhardt-Kopf beerbt Karl Holmeier in Berlin. Wer sie ist und wofür sie steht, hat sie uns für unser Porträt erzählt.

Peter Aumer, CSU, Wahlkreis Regensburg; 45, MdB, Regenstauf, Dipl.-Betriebswirt (FH)

Aumer ist seit 2017 wieder für die CSU im Bundestag. Eine hohe Priorität weist der Regenstaufer den Verkehrsprojekten im Großraum Regensburg zu. Die müsse man "ganzheitlich denken." Was dem Direktkandidaten konkret vorschwebt und warum die Freien Wähler aus seiner Sicht die Region verkauft haben: Peter Aumer und seine Pläne für Berlin.

Max Straubinger, CSU, Wahlkreis Rottal-Inn; 67, MdB, Simbach, Versicherungskaufmann

Straubinger holt zum achten Mal das Direktmandat für den Wahlkreis Rottal-Inn. Er zählt damit zu den am längsten dienenden Abgeordneten im Bundestag. Welche Themen ganz oben auf seiner Agenda stehen, erzählt uns Straubinger im Gespräch.

Thomas Erndl, CSU, Wahlkreis Deggendorf; 47, MdB, Künzing, Elektroingenieur (FH)

Erndl ist seit 2017 im Bundestag. In der Serie "Hand aufs Herz" hat ihn unsere Osterhofener Redaktion porträtiert und ihm persönliche Einblicke entlockt.

Andreas Scheuer, CSU, Wahlkreis Passau; 46, MdB, Passau, Lehrer

Scheuer ist Verkehrsminister, wegen der Berateraffäre und der PKW-Maut hagelte es Kritik gegen den Passauer. Im Interview in unserem Verlagshaus schießt er gegen die Grünen: "Der Fetisch der Verbote und der Limits und der Beschränkungen, das ist die grüne Seite."

Erich Irlstorfer, CSU, Wahlkreis Freising; 51, MdB, Freising, Bürokaufmann

Andreas Lenz, CSU, Wahlkreis Erding-Ebersberg; 40, MdB, Ebersberg, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Susanne Hierl, CSU, Wahlkreis Amberg; 47, Berg, Rechtsanwältin

Albert Rupprecht, CSU, Wahlkreis Weiden; 53, Waldthurn, Diplom-Volkswirt

Für die SPD im Bundestag:

Uli Grötsch, SPD, Listenplatz 1; 46, MdB, Weiden, Polizist

Der Weidener ist Mitglied im SPD-Parteivorstand und sagte uns: "Die SPD steht zu ihren Versprechen." Eines der Versprechen laut Wahlprogramm: mehr Respekt. Was das konkret heißen sollte, erklärte er unserer Redaktion im Interview.

Rita Hagl-Kehl, SPD, Listenplatz 6; 40, MdB, Deggendorf, Lehrerin

Hagl-Kehl ist seit 2013 im Bundestag, seit 2018 Staatssekretärin im Justizministerium, ausgebildete Damenschneiderin und studierte Lehrerin. Ihren Fokus legt sie auf besseren ÖPNV am Land und einem Umbau der Landwirtschaft.

Marianne Schieder, SPD, Listenplatz 12; MdB, 59, Schwandorf, Juristin

Schieder hat die CSU in Cham nervös gemacht: Dort ging es um die Nachfolge von Karl Holmeier. Nun zieht sie über die Liste in den Bundestag ein. Unsere Kollegen in Cham haben hier über das Kopf-und-Kopf-Rennen berichtet.

Johannes Schätzl, SPD, Listenplatz 17; 28, Haag (Kreis Passau), Informatiker

Carolin Wagner, SPD, Listenplatz 22; 38, Regensburg

Die Regensburger Direktkandidatin hat es gerade noch über die Liste in den Bundestag geschafft. Im Interview über den Dächern Regensburg erzählt sie unserer Redaktion, was sie erreichen will.

Für die Grünen im Bundestag:

Erhard Grundl, Grüne, Listenplatz 8; 58, MdB, Straubing, Vertriebsmanager

Grundl ist seit 2017 im Bundestag und unter anderem für die Kulturpolitik zuständig. Überhaupt in die Politik zu gehen, habe Grundl nicht geplant. Mit 40 wird es ihm aber zu bunt. Er geht schließlich in die Politik und wird selbst zum "bunten Hund" - als erster und damals einziger Grüner im Straubinger Stadtrat. Über Grundls Anfänge und sein jetziges Wirken.

Stefan Schmidt, Grüne, Listenplatz 10; 50, MdB, Regensburg, Lehrer

Schmidt ist ein Radler und die Tücken im Regensburger Radwegenetz sind ihm bekannt. Was Verkehrswende für den Bundestagsabgeordneten bedeutet und was er von der Debatte um die dritte Röhre für den Pfaffensteiner Tunnel hält, erzählt der Grüne Schmidt im Porträt.

Marlene Schönberger, Grüne, Listenplatz 15; 31, Landshut, Politikwissenschaftlerin

Schönberger war Direktkandidatin im Wahlkreis Rottal-Inn, zu dem die Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn sowie Gemeinden des Landkreises Landshuts gehören.

Tina Winklmann, Grüne, Listenplatz 17; 41, Schwandorf, Verfahrensmechanikerin

Winklmann musste zittern bis zum Schluss - jetzt ist aber klar: Sie kommt in den Bundestag. Im Interview erzählt sie unserer Chamer Redaktion: Sie will eine Vertreterin der grünen Handwerkerschaft sein.

Für die AfD im Bundestag:

Corinna Miazga, AfD, Listenplatz 2; 38, MdB, Straubing, Vertragsmanagerin

Miazga ist Mitglied des Straubinger Stadtrats und zieht nun zum zweiten Mal in den Bundestag ein. Zuletzt war es ruhig um sie geworden: Eine schwere Brustkrebserkrankung hätte die 38-Jährige fast das Leben gekostet. Mehr dazu lesen Sie in unserem Porträt.

Stephan Protschka, AfD, Listenplatz 3; 44, MdB, Mamming (Kreis Dingolfing-Landau), Elektroinstallateur

Protschka sitzt bereits im Bundestag und ist in sozialen Netzwerken sehr aktiv. Manche Nachbarn, erzählt er, grüßen ihn nicht mehr, er habe in seinem Haus schusssichere Fenster eingebaut und sich einen Wachhund zugelegt. Im Porträt erzählt er unserer Redaktion: „Eines Tages werde ich Landwirtschaftsminister."

Für die FDP im Bundestag:

Nicole Bauer, FDP, Listenplatz 7; 34, MdB, Landshut, Diplom-Wirtschaftsingenieurin (FH)

Bauer ist 2017 über die FDP-Liste in den Bundestag eingezogen - wie damals war sie auch 2021 wieder Direktkandidatin in Landshut. Ob die FDP nach der Wahl Kanzler-Macher wird? Im Interview wollte sie sich noch auf keine konkrete Antwort einlassen. Aber sie erzählte, welches Thema ihr besonders am Herzen liegt.

Ulrich Lechte, FDP, Listenplatz 8; 44, MdB, Regensburg, Betriebswirt (VWA)

Für Lechte ist es die zweite Legislaturperiode. Seit 2018 ist er außerdem Vorsitzender der Oberpfälzer FDP. Mit welchen Zielen er zurück in den Bundestag will, und dass "die FDP oft nicht sexy" sei - hier im Interview.

Muhanad Al-Halak, FDP, Listenplatz 14; aus Deggendorf. Erst am Montagfrüh war klar: die bayerische FDP darf 14 Abgeordnete in den Bundestag entsenden - für Muhanad Al-Halak war die Überraschung damit perfekt. Er erzählt den Kollegen der Deggendorfer Redaktion: Er will sich für mehr Aufstiegschancen einsetzen.

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