Bundestagswahl 2021 Englhardt-Kopf holt das Direktmandat für die CSU

Martina Englhardt-Kopf (links) holt das Direktmandat für die CSU im Wahlkreis Schwandorf/Cham. Foto: Elisabeth Geiling-Plötz

Rote Farbtupfer im Norden, zwei gelbe im Süden. Ansonsten sind die Felder, die die einzelnen Gemeinden im Wahlkreis Schwandorf/Cham markieren schwarz. Die Wahl geht eindeutig an die CSU. Ihre Direktkandidatin Martina Englhardt-Kopf holt mit 35,1 Prozent den Sieg.

Dennoch hat sie 13,4 Prozent im Vergleich zu ihrem Vorgänger, Karl Holmeier, verloren. Stark zulegen konnten bei der Bundestagswahl 2021 die Freien Wähler. Im Wahlkreis Schwandorf/Cham schaffen sie sechs Punkte mehr als noch 2017.

Zwei Gemeinden im Landkreis Cham gehen sogar komplett an die Freien Wähler. Im Landkreis Cham sorgt Christian Schindler für ein Hoch bei der Partei von Hubert Aiwanger. Eine Klatsche - wenn auch geringer als befürchtet - muss die CSU hinnehmen. Das Direktmandat holt dennoch ungefährdet Martina Englhardt-Kopf.

Deutliche Einbußen bei den Erststimmen musste die CSU im Landkreis Cham hinnehmen. 21,7 Prozent weniger als noch vor vier Jahren kann Martina Englhardt-Kopf auf sich vereinigen. Mit 33,4 Prozent holt sie dennoch ungefährdet das Direktmandat für die Union. Auch bei den Zweitstimmen sind die meisten Kreuzuchen bei der CSU (34,2 Prozent) gelandet.

Für eine Überraschung sorgte Debütant Christian Schindler. Mit 22,5 Prozent holt der junge Mann aus dem Landkreis Cham gut 10 Prozent mehr als es noch vor vier Jahren gelang. Besonders stark war er in den Gemeinden Zandt und Schorndorf, wo die Freien Wähler der CSU sogar den Rang abliefen. Bei den Zweistimmen (18,1 Prozent, +11,6%) liegen die Freien Wähler sogar vor der SPD.

Marianne Schieder, SPD-Veteranin und amtierende Bundestagsabgeordnete, holt mit 18,1 Prozent 2,4 Prozent mehr als noch beim letzten Urnengang. 1,9 Prozent mehr als noch 2017 machten ihr Kreuzchen bei den Roten und damit sind sie bei den Zweistimmen stärker als die AfD.

Deren Vertreter, Wolfgang Pöschl, konnte bei 14,1 Prozent der Bürger des Landkreises Cham punkten und blieb damit beim Ergebnis der vorigen Wahlen. Bei den Zweitstimmen verloren die rechtsaußen jedoch im Vergleich zu vor vier Jahren. 13,8 Prozent sind es heuer, letztes Mal waren es 4,2 Prozent mehr.

Die Wahlbeteiligung im Landkreis Cham lag bei 78,3 Prozent.

In Brennberg und Wörth an der Donau, die neu zum Wahlkreis Schwandorf zählen, lag Martina Englhardt-Kopf vorne (39,8 Prozent in Wörth und 33,6 in Brenberg). Während Marianne Schieder von der SPD in Wörth auf Platz zwei folgt (15,6%), konnte in Brennberg Christian Schindler von den Freien Wählern mehr Stimmen holen (23,8%). Die Wahlbeteiligung lag in Brennberg bei 85,2 Prozent, in Wörth an der Donau bei 80,3 Prozent (Lesen Sie dazu auch: In einem Wahllokal gab es weniger als 50 Wähler).

Deutlich näher aneinander liegen Englhardt-Kopf und Marianne Schieder in ihrem Heimatlandkreis Schwandorf. Dort trennen die beiden Damen knapp neun Prozent. Dennoch ist Englhardt-Kopf die führende mit 36,4 Prozent. Heimvorteil genießt auch Tina Winklmann von den Grünen. Sie holt 5 Prozent der Stimmen. Ob das für Berlin reicht, ist noch nicht ganz sicher. Der Direktkandidat aus dem Landkreis Cham, Christian Schindler, schafft "auswärts" nur 9,8 Prozent.

Eine gewisse Konstanz legt die AfD hin. Sie kann auch im Landkreis Schwandorf in etwa 13 Prozent der Stimmen auf ihren Direktkandidaten vereinigen. Ähnlich sieht es bei den Zweistimmen aus.

Lesen Sie dazu auch: FDP landet im Landkreis Cham vor den Grünen

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