Bundespräsident in Ostafrika Steinmeier beginnt Staatsbesuch in Kenia

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Amtssitz des Präsidenten von Kenia mit militärischen Ehren begrüßt. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa

Erstmals besucht ein Bundespräsident das ostafrikanische Kenia. Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche über den Kampf gegen den Klimawandel sowie die Digitalisierung.

Nairobi - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen dreitägigen Staatsbesuch in Kenia begonnen. Zum Auftakt wurde er am Montag vom kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta mit militärischen Ehren und 21 Salutschüssen begrüßt. Beide führten anschließend ein Gespräch miteinander.

Am Morgen hatte sich Steinmeier bereits mit Vertretern der kenianischen Zivilgesellschaft getroffen und mit diesen über die Situation in dem ostafrikanischen Land gesprochen. Vorgesehen ist auch ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern beider Staaten.

Es ist der erste Staatsbesuch eines Bundespräsidenten, obwohl die Bundesrepublik Kenia 1963 als erster Staat völkerrechtlich anerkannt hatte, nachdem die ehemalige britische Kronkolonie die Unabhängigkeit erkämpft hatte.

In einem am Montag in der kenianischen Zeitung "Daily Nation" erschienenen Interview rief Steinmeier die Europäer dazu auf, sich stärker dem afrikanischen Kontinent zuzuwenden und enger mit ihm zusammenzuarbeiten. "Ich werbe dafür, dass wir in Europa einsehen: Eine gute Zukunft Afrikas ist für unsere Entwicklung und für die Entwicklung unseres ganzen Planeten von entscheidender Bedeutung."

Steinmeier sagte der Zeitung weiter, Deutschland und Kenia seien als wichtige Länder in ihrer jeweiligen Region "natürliche Partner bei der Bewältigung von Zukunftsaufgaben". Es gebe viele Themen, bei denen beide Staaten von einer engeren Zusammenarbeit profitieren könnten. "Dazu zähle ich den Kampf gegen den Klimawandel, den wir immer stärker spüren." Ein weiteres Thema sei die Digitalisierung. Steinmeier betonte: "Deutschland schätzt Kenia als wichtigen Stabilitätsanker in der Region Ostafrika."

 

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