Bundesliga Augsburger Machtkampf im Tor? Gikiewiczs Warnung an Dahmen

Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz gestikuliert. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Gegen Köln fällt Rafal Gikiewicz aus. Die nächsten Jahre will der Pole aber die Nummer 1 im Augsburger Tor bleiben. An einen vermeintlichen Konkurrenten schickt er eine Knallhart-Ansage.

Auf Zetteln am Kühlschrank hat FCA-Torwart Rafal Gikiewicz seine sportlichen Ambitionen festgehalten. Zu Zielen wie "Spaß haben" oder "Zu-Null-Spiele" könnte bald ein neues hinzukommen: "Vertrag verlängern und die Nummer 1 bleiben." Den Kampf um die Vorreiterstellung im Augsburger Tor hat der Pole vor dem Bundesliga-Spiel beim 1. FC Köln am Sonntag (15.30 Uhr), in dem er aufgrund einer Oberschenkelverletzung wieder von Tomas Koubek vertreten wird, neu angeheizt und eine Kampfansage in Richtung eines vermeintlichen Konkurrenten geschickt.

Seit seinem Wechsel im Sommer 2020 von Union Berlin ist Gikiewicz die Nummer 1 im Tor. Am Augsburger Rekordstart in dieser Bundesliga-Saison mit 13 Punkten aus 9 Spielen hat der wegen seiner provokanten Art oft kritisierte Schlussmann maßgeblichen Anteil. Die Siege gegen Bremen, Leverkusen und den FC Bayern gehen vor allem auf seine Kappe.

Es könnte so schön sein, wäre da nicht der dicke Oberschenkel und diese schwelende Zukunftsdebatte. Im Sommer läuft der Vertrag aus. Gikiewicz will zeitnah Klarheit. "Ich hoffe ja", antwortete der Keeper im Sky-Interview auf die Frage, ob er in vier Jahren immer noch im Augsburger Tor stehe. Mit einer Entscheidung der FCA-Führung wolle er"nicht bis April oder Mai warten".

Trainer Enrico Maaßen machte seinem 34 Jahre alten Torhüter am Freitag Hoffnungen auf einen langfristigen Verbleib: "Er bringt herausragende Leistungen und wenn ein Keeper so hervorragende Leistungen bringt, will man ihn ganz lange in seinem Tor behalten. Und so ist es auch bei uns", stellte der 38 Jahre alte Fußball-Lehrer klar.

Aber Gikiewicz drängt. Schließlich bekommt er auch mit, dass Augsburg weiterhin Interesse an Mainz-Keeper Finn Dahmen (24) haben soll. "Wenn er im Sommer oder Winter kommt, dann wünsche ich ihm alles Gute und viel Glück. Aber wirklich, bis zum letzten Tag, an dem ich noch hier bin, muss er auf der Bank sitzen. Und ich glaube, es ist keine gute Idee, hierherzukommen", sagte Gikiewicz kämpferisch.

Und dann ist da auch noch Tomas Koubek (30), der gegen Wolfsburg in seinem ersten Bundesliga-Einsatz nach mehr als zwei Jahren überzeugte und in Köln weiter für sich werben kann. Könnte der Tscheche nun doch zur Langzeit-Lösung in Augsburg avancieren? Angst verspürt Gikiewicz wegen eines möglichen Machtkampfes nicht. "Fußball ist ein Duellsport. Ich versuche jeden Tag besser zu sein als der Gikiewicz von gestern, nicht als Dahmen oder Koubek."

Auch wenn der Pole schon 34 Jahre alt ist, deutet vieles auf eine Vertragsverlängerung hin. Die Leistung stimmt - und sein derzeitiges Arbeitspapier beinhaltet eine Klausel. Medienberichten zufolge dehnt sich der Vertrag automatisch aus, wenn der Torwart eine gewisse Anzahl von Spielen bestreitet. Die festgelegte Marke soll im Bereich von rund 20 Partien liegen. Das dürfte kein Problem werden, sofern Gikiewicz verletzungsfrei bleibt. Vorerst bleibt ihm aber nur die Zuschauerrolle.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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