Bundesliga 3:0 auf Schalke! Herrlich-Debüt beim FC Augsburg gelungen

Der FC Augsburg hat sich am Sonntag deutlich bei Schalke 04 durchgesetzt. Foto: imago

Größer hätte die Erleichterung kaum ausfallen können. Nach einer bis dahin verpatzten Rückrunde und einer unnötigen Quarantäne-Causa um Coach Herrlich gewinnt Augsburg auf Schalke verdient und deutlich. Im Abstiegskampf aber spricht der Trainer sofort eine Warnung aus.

Trainer Heiko Herrlich klopfte den Spieler auf die Schultern, Torwart Andreas Luthe pustete befreit aus und Manager Stefan Reuter konnte ein Lächeln unter der Gesichtsmaske nicht verbergen: Beim FC Augsburg war die Erleichterung nach dem 3:0 (1:0) auf Schalke und dem Ende der Pleitenserie riesengroß. "Wir hatten es satt, so viele Spiele verloren zu haben", sagte Eduard Löwen am Sonntag, nachdem er selbst mit seinem frühen Tor zur Führung gegen arg schwache Gelsenkirchener den Jubel-Nachmittag eingeleitet hatte.

Mit dem ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga seit Anfang Februar kletterten die Schwaben in der Tabelle wieder etwas nach oben und vergrößerten den Vorsprung auf Werder Bremen und die direkte Abstiegszone auf neun Punkte. "Wir sind extrem glücklich. Gerade heute mussten wir uns einfach belohnen", sagte Löwen beim Streamingdienst Amazon Prime. Offensivkollege Florian Niederlechner schwärmte über "ein richtig geiles Spiel" und ergänzte bei DAZN: "Das schmeckt richtig gut. Das war eine lange Durststrecke."

Löwen mit einem direkt verwandelten Freistoß (6. Minute) sowie die eingewechselte Noah Joel Sarenren Bazee (76.) und Sergio Cordova (90.+1) schossen die Gäste im zweiten Geisterspiel nach der Corona-Zwangspause ins Glück. Zugleich dürfte der erfolgreiche "Turnaround", den Herrlich gefordert hatte, auch die Causa um den skurrilen wie schlampigen Quarantäne-Verstoß des Trainers und dessen um eine Woche verschobenen ersten Einsatz für den FCA beenden.

"Es gibt noch nichts zu feiern", stellte Herrlich nach der Partie aber schnell klar und dachte sogleich an die nächste Begegnung am Mittwochabend (20.30 Uhr/Sky) gegen den SC Paderborn.

Herrlich hatte in der leeren Schalker Arena schon nach sechs Minuten Grund zur Freude. Löwen nahm bei einem direkten Freistoß aus 25 Metern zentral vor dem Schalker Tor Maß und traf zur Führung. "Er war so freundlich und hat ihn mir überlassen", erzählte Löwen in Richtung Philipp Max, der in dieser Saison davor schon drei Freistoßtore erzielt hatte. Die vier direkten Freistoßtreffer sind Liga-Bestwert.

Gegen erschreckend schwache Schalker gerieten die Gäste nie in Bedrängnis. Der FCA stellte geschickt die Räume zu und stand defensiv sehr stabil gegen die Gastgeber, denen es an Ideen im Mittelfeld mangelte. Die beste Ausgleichschance hatte noch der neu in die Startelf gerutschte Rabbi Matondo nach einer knappen halben Stunde, doch Gäste-Schlussmann Luthe konnte per Fußabwehr das 1:1 verhindern.

Im zweiten Durchgang sorgten dann zwei Joker für die Entscheidung. Sarenren Bazee schloss einen Konter erfolgreich ab, Cordova nutzte einen schweren Fehler der Schalker Defensive vor deren Strafraum aus. "Ich glaube, das 3:0 geht in Ordnung, auch wenn drei Tore am Ende ein bisschen viel waren, denn so viele Chancen hatten wir nicht", räumte Löwen ein und grinste. Niederlechner kündigte mit Blick auf die nächsten Aufgaben im Abstiegskampf an: "Ich bin richtig stolz auf die Jungs. So macht es richtig Bock, so müssen wir auftreten."

 

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