Buch-Tipp In „Wer ist Edward Moon?“ von Sarah Crossan steht das Todesdatum von Ed schon fest

„Wer ist Edward Moon?“ von Sarah Crossan, 400 Seiten, Mixtvision. Foto: Mixtvision

Ed soll im Buch „Wer ist Edward Moon?“ hingerichtet werden. Was bedeutet das für seinen Bruder? 

Vor zehn Jahren ist Joes großer Bruder einfach abgehauen. Seitdem hat er Edward nicht mehr gesehen. Der sitzt in Texas im Gefängnis.

Darum geht’s: Das Hinrichtungsdatum steht fest. Am 18. August soll Edward sterben. Joe ist fest entschlossen, die letzten Wochen mit seinem Bruder zu verbringen. Alleine macht sich der 17-Jährige auf nach Texas. Joe kommt sich vor, als würde er einen Fremden besuchen. Ist sein Bruder noch derselbe? Ist Edward der, für den ihn die Justiz hält? Ist es okay, ihm erst jetzt helfen zu wollen? Und wie verabschiedet man sich von jemanden, wenn man weiß, wann er stirbt?

In aller Kürze: Ist es fair, dass ein Staat darüber entscheidet, wann man stirbt? Nein! Ist es fair, jemandem zu verzeihen, dass er Schande über die Familie gebracht hat? Ja! Erst recht, wenn er sterben muss.

Das Besondere: 400 Seiten, die bei Weitem nicht so vollgeschrieben sind, wie sie sein könnten. Oft füllt nur ein kurzer Satz eine Seite.

„Wer ist Edward Moon?“ ist ein Versroman. An diesen Stil muss man sich erst gewöhnen. Denn die Absätze dienen nicht immer dem Lesefluss. Gleichzeitig schafft es die Autorin aber damit, den Leser enger an die Figuren zu binden.

Fazit: Man weint beim Lesen. Ob man will, oder nicht.

Hier gibt's mehr Infos zum Buch. 

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