Buch-Tipp Lies in „Der Zwillingscode“, was passiert, wenn künstliche Lebewesen die echten überflüssig machen?

, aktualisiert am 12.02.2021 - 16:36 Uhr
„Der Zwillingscode“ von Margit Ruile, erschienen im Loewe Verlag. Foto: Loewe

Wer etwas in seinem Leben werden will, braucht Punkte. Denn die Welt in gut 20 Jahren wird bestimmt vom Sozialpunktestand. Vincent ist 17 Jahre alt und eine Doppel-C – schon immer. Das ist viel zu niedrig, um zur Schule zu gehen. Deshalb verdient er sein Geld mit Schwarzarbeit und repariert defekte mechanische Tiere. Denn echte gibt es kaum mehr. Auch menschenähnliche Maschinen ersetzen zum Teil schon echte Personen.

Darum geht’s: Einer seiner Aufträge lässt Vincent stutzig werden: Die mechanischen Tiere sollen eigentlich friedliche Begleiter sein, doch diese Katze hat mechanische und scharfe Krallen, die Vincent entfernen soll. Und er bekommt dafür auch noch unverschämt viel Geld.

Der 17-Jährige beginnt zu recherchieren und entdeckt einen kleinen Laden. Dort lernt er Zarah kennen, die viel mehr weiß, als Vincent zunächst ahnt. Durch sie erfahren er und seine Freunde Quirin und Delia, wer seine Mutter wirklich war. Sie kam bei einem tragischen Unfall ums Leben – so wird es Vincent zumindest erzählt.

Die vier entdecken virtuelle Simulationen der Wirklichkeit, in denen Neuerungen getestet werden, angeblich. Denn die hochtechnisierte Welt, in der die Geschichte spielt, wird immer mehr von Maschinen und Künstlicher Intelligenz eingenommen. Diese digitalen Räume zeigen jedoch vor allem: Das Sozialpunktesystem wird den Menschen von Maschinen auferlegt.

In aller Kürze: Ein Blick in eine düstere Zukunft. Künstliche Intelligenz hat die Kontrolle über die Menschheit übernommen. Und sie geht sogar so weit, dass sie die echten Menschen als überflüssig sieht.

Fazit: Margit Ruile erschafft in „Der Zwillingscode“ eine fiktive Welt in der Zukunft. Diese hat spannende Gegebenheiten, leider erfährt der Leser aber nur punktuell, wie sie genau aussieht und vor allem zusammenhängt. Das ist schade, genauere Beschreibungen wären interessant gewesen. Da hätten es auch ein paar mehr als die gut 300 Seiten sein dürfen. Ansonsten ist „Der Zwillingscode“ eine spannende Schnitzeljagd im virtuellen und echten Leben. 

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