Buch-Tipp „Generation Z“ beschreibt die Altersklasse ziemlich zutreffend

„Generation Z“, Valentina Vapaux, erschienen im GU-Verlag, 192 Seiten.
„Generation Z“, Valentina Vapaux, erschienen im GU-Verlag, 192 Seiten. Foto: Gräfe und Unzer

„Generation Z“ ist eine treffende Beschreibung derer, die zwischen 1997 und 2012 geboren sind.

Generationen zu beschreiben, ist oft ziemlich cringe. Denn wie will man so viele verschiedene Jugendliche irgendwie unter einen Hut bringen?

Darum geht’s: Immer wieder hört man Floskeln wie: „Ihr wisst doch gar nicht, wie gut ihr es eigentlich habt!“ Oder: „Ihr protestiert jeden Freitag, fliegt aber dreimal im Jahr in den Urlaub“. Diese Worte kommen von Menschen, die unsere Eltern sein könnten. Wenn man versucht, sich zu erklären, fühlt man sich irgendwie nicht verstanden.

Die Autorin Valentina Vapaux schreibt in ihrem Bestseller „Generation Z“ über Politik, wie man den Lehrplan verändern sollte und über die Generation Merkel. Im nächsten Kapitel, gefühlt ohne Übergang, schreibt sie über Pornos, die Sex-Toy-Halterung an ihrer Zimmertür, Drogen und psychische Gesundheit. Obwohl sich die Sprünge für ein Buch ungewohnt lesen, erinnert es an das Ratschen mit Freundinnen. Denn da wechseln die Themen ähnlich sprunghaft. Anscheinend ist auch das ziemlich charakteristisch für die Generation Z.

In aller Kürze: Obwohl die Autorin Valentina Vapaux aus einer sehr privilegierten und städtischen Sicht schreibt, trifft sie die Vorstellung der Generation Z ziemlich genau.

Fazit: Durch die eingebauten Anglizismen wie „Wir sind einfach alle fucking depressed“ oder „Wie special sie ist“, fühlt es sich eher so an, als würde man die Nachricht einer Freundin lesen als ein Buch. Der Leser muss deshalb kurz innehalten, um das Gedicht, mit dem Valentina jedes neue Kapitel beginnt, langsamer zu lesen.

Auch wenn die Repräsentation der Jugend auf dem Land schon sehr fehlt, wäre das Buch ein gutes Geschenk für jemanden, der die Generation Z verstehen möchte. Vorausgesetzt, derjenige kann gut Englisch. Denn sonst ist man mehr mit Googeln als mit Lesen beschäftigt.

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