Buch-Tipp „Skulduggery Pleasant – Auferstehung“: Eine epische Schlacht

Felix Premm (21) aus Roding ist großer Fan der Buchreihe "Skulduggery Pleasant".  Foto: privat, Cover: Loewe, groß: Lino Mirgeler/dpa

Felix Premm (21) aus Roding stellt das Buch „Skulduggery Pleasant: Auferstehung“ vor

Stell dir vor, in deiner Familie gibt es die Prophezeiung, dass der Erstgeborene eine Schlacht über das Schicksal der Menschen ausfechten wird. Du bist aber nicht der Auserwählte, sondern dein wenige Minuten älterer Zwillingsbruder. Das ist das Leben von Omen Darkly. Er ist ein unauffälliger Zauberschüler an der Corrival Academy. So unscheinbar, dass seine Mitschüler nicht einmal bemerken, dass er anwesend ist. Trotzdem ist er es, den Detektiv Skulduggery Pleasant und Walküre Unruh um Hilfe bitten, als es immer häufiger zu Übergriffen durch Magier kommt. Beide kämpfen seit dem ersten Band der Reihe gegen das Böse, um die Existenz von Magie geheimzuhalten.

Neue Hauptfigur

„Auferstehung“ setzt als zehnter Band der „Skulduggery Pleasant“-Reihe einige Monate nach dem neunten Band ein und folgt wie gewohnt Stephanie Edgley alias Walküre Unruh. Neu hinzu tritt Omen Darkly als zweite Hauptperson, der von Anfang an nie wirklich auf der Gewinnerseite steht und sich stark von der selbstbewussten und egozentrischen Walküre unterscheidet. „Auferstehung“ liefert die Grundlage für einen neuen Erzählstrang über den Schüler Omen. Das soll es Neueinsteigern erleichtern, sich mit der Hauptperson zu identifizieren. Die sind es auch, auf die dieses Buch abzielt: in erster Linie nicht Fans der ersten Stunde, sondern Jugendliche, die die Reihe gerade erst entdecken. Wer alle vorherigen Bücher gelesen hat, dem wird das zügige Erzähltempo fehlen. Die Handlung entwickelt sich langsam und gibt Omen Zeit, sich über sich selbst und seine neue Situation klar zu werden. Neueinsteiger können mit „Auferstehung“ beinahe ohne Vorwissen in das Universum um den Skelett-Detektiv starten, wobei einige Anspielungen dabei untergehen. Im letzten Drittel des Buches kommen schließlich auch eingefleischte Fans auf ihre Kosten. Action, eine rasante Handlung und einige Twists runden das Buch ab. Für mich war es anfangs etwas befremdlich, in einem mir bekannten Universum eine neue Figur zu erleben. Die erste Hälfte des Buches war ich skeptisch, ob es der richtige Weg ist, die Reihe wieder zurück zur jungen Zielgruppe zu führen. Doch Autor Derek Landy schafft es, den Leser mit absurden Dialogen, vielschichtigen Charakteren und der nötigen, wenn auch späten, schnelleren Erzählweise in seinen Bann zu ziehen. „Skulduggery Pleasant: Auferstehung“ ist eine gelungene Fortsetzung für alle, die den Skelettdetektiv lieben oder vollkommen neu in seine Welt starten möchten. Trotzdem empfehle ich, die Reihe von Derek Landy von Anfang an zu lesen.

 
 

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