Buch-Tipp Ein langer Weg zur neuen Freiheit in "All that's left"

"All that's left" von Sarah Raich zeigt eine dystopische Zukunft. Foto: ivi/Piper

In "All that's left" stellt die 15-Jährige Mariana fest, dass Sicherheit in einer zerstörten Welt zwar wichtig ist, das Leben aber mehr bietet.

Die Klimakatastrophe hat mit voller Wucht zugeschlagen. Die Welt im Jahr 2059 ist mit unserer aktuellen kaum mehr vergleichbar: Unerträgliche Hitze, gewaltige Orkane und tödliche Seuchen haben den Planeten beinahe unbewohnbar gemacht. Und alle, die noch leben, kämpfen um genau das.

Darum geht's: Mariana bekommt von der weltweiten Zerstörung und dem großen Leid kaum etwas mit. Ihre Eltern haben vorgesorgt und ihr Haus in München in einen autarken und überlebenssicheren Bunker umgebaut. Und doch ist die 15-Jährige kurz davor aufzugeben. Denn ihre Eltern haben das Haus vor einigen Wochen verlassen. Sie hielten es in der Enge nicht mehr aus.

Als Mariana schon mit dem Gedanken spielt, alles zu beenden, bricht Ali bei ihr ein. Der Junge ist die Rettung für Mariana. Er reißt sie aus ihrer Verzweiflung und die beiden werden Freunde. Doch auch Ali möchte nicht dauerhaft hierbleiben, auch wenn es den beiden in dem Bunker an nichts fehlt.

Ali hat gehört, dass es in Triest noch Leben geben soll. Dort will er hin. Mariana zögert noch, doch dann folgt auch sie ihm in die feindliche Außenwelt. Ihr Plan: zu Fuß die Alpen überqueren.

Was beide nicht ahnen: Warlords herrschen mittlerweile über Teile des Landes und versklaven alle, die ihnen in die Hände fallen.

In aller Kürze: Eine 15-Jährige entschließt sich, den geschützten Bunker zu verlassen, um in einer zerstörten Welt ihre neue Freiheit zu entdecken.

Das Besondere: Nach dem Ende des Romans folgt ein Nachwort von Clara Mayer, sie ist Klimaaktivistin und Pressesprecherin von Fridays for Future. Sie meint, "All that's left" ist "ein Buch, das die Klimakrise greifbar macht" und ruft dazu auf, das eigene Handeln zu überdenken, um so den Planeten zu schützen.

Fazit: Ein klassischer dystopischer Zukunftsroman, wie es schon so viele gibt? Nicht ganz. "All that's left" sticht mit seiner Erzählweise heraus. Denn Autorin Sarah Raich schildert sprachlich unglaublich detailliert, wie es Mariana auf ihrem Weg gen Süden geht und wie sich ihre Gefühlslage ständig ändert.

Das ist anfangs für manchen Leser vielleicht gewöhnungsbedürftig, doch wer die ersten 100 Seiten hinter sich hat, steckt mittendrin in der spannenden Geschichte und legt das Buch nicht mehr aus der Hand.

Auf piper.de gibt es mehr Infos zum Buch.

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