Buch-Tipp „Die Mitte der Welt“ erzählt davon, nicht dazuzugehören

„Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel, erschienen bei Carlsen, Länge: 480 Seiten, ab 13 Jahren. Foto: Carlsen Verlag

Jeder hat sich bestimmt schon mal als Außenseiter gefühlt, hat in dieser Gruppe oder bei jener Aktion nie wirklich dazugehört. Wie aber ist es, wenn man sein Leben lang immer nur „der eine“ oder „der von da drüben“ ist? Wenn die ganze Stadt deine Familie als „unnormal“ abgestempelt hat? Genau davon handelt das Buch „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel.

Darum geht’s: Der 17-jährige Phil lebt mit seiner chaotischen und etwas seltsamen Mutter Glass und seiner verschlossenen Zwillingsschwester Dianne abgeschieden in der alten Villa Visible. Phils beste Freundin Kat ist eine der wenigen aus der Stadt, die seine Familie nicht komisch findet und lange Zeit auch seine einzige Bezugsperson außerhalb der Familie. Bis eines Tages Nicholas auftaucht und Phil sich unsterblich in ihn verliebt. Eines ist sicher: Dieses Jahr wird über seine Zukunft entscheiden.

In aller Kürze: Es geht um die Zeit des Erwachsenwerdens, erzählt aus der Sicht eines Jungen, den das Leben schon früh lehrte, dass man einige Sachen einfach wegstecken muss, ohne sich darüber aufzuregen.

Fazit: Eine großartige Geschichte über das Leben und die Liebe eines Jugendlichen, die aber kein klassischer Liebesroman ist, sondern zeigt, dass man sein Leben auch genießen kann, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt. Durch die vielen Rückblicke wird einem klar, dass es noch so viele Veränderungen in einem Leben geben kann, aber die Menschen, die einen wirklich lieben und schätzen, bleiben einem immer erhalten.

Der Roman ist so geschrieben, dass man das Verhalten jeder Person im Buch nachvollziehen und mit der Hauptperson sogar richtig mitfühlen kann. Die Erzählung ist schon etwas älter, das Thema aber trotzdem topaktuell – vermutlich sogar noch viel aktueller, als es damals war.

Freistunde-Logo

Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch Leser, die Freischreiben-Autoren. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading