Buch-Tipp „Das Buch der Seelen”: moderne Version eines Klassikers

„Das Buch der Seelen“ von Mechthild Gläser, erschienen bei Loewe, Länge: 448 Seiten. Foto: Loewe

In „Das Buch der Seelen“ erweckt Autorin Mechthild Gläser alte Fotografien zum Leben.

Was wäre, wenn die Personen aus den eigenen Fotografien auf einmal ihre Bilder verlassen und in der realen Welt beginnen, umherzuspuken? In dieser Lage befindet sich Elsie MacDonald in „Das Buch der Seelen”.

Darum geht’s: Solange sie denken kann, ist Elsie MacDonalds liebstes Hobby das Fotografieren. Ihr größter Schatz ist ein altes Album voller kurioser Portraits. Umso untröstlicher ist sie, als einige der historischen Fotografien plötzlich verschwinden. Mit Schrecken stellt Elsie fest, dass die abgebildeten Schauergestalten auf einmal in der Stadt ihr Unwesen treiben. Als zudem noch der junge Lord Aiden Strom, geboren 1883, auf Instagram auftaucht, steht Elsies Welt Kopf. Auch Aiden weiß nicht, durch welchen Umstand er wieder in der Welt aufgetaucht ist. Doch eines ist sicher: Einige der Gestalten haben nichts Gutes im Sinne.
Zusammen beschließen sie, die Geister wieder einzufangen und nach dem Grund für das plötzliche Auftauchen zu suchen. Doch dabei stößt Elsie auf einige dunkle Familiengeheimnisse, die auch den Lord belasten.

In aller Kürze: Als auf einmal die Wesen aus Elsies altem Fotoalbum in der realen Welt auftauchen, will sie mit Lord Aiden diese wieder einfangen.

Fazit: Inspiriert von Oscar Wildes Buch „Das Bildnis des Dorian Grey“ liefert der Roman eine moderne Version eines Literaturklassikers. Die Szenerie und das Setting des Romans passen unglaublich gut zu der geschilderten Handlung. Neben den düsteren Teilen bekommt der Leser auch einen Einblick in Elsies Alltag. Diese versucht, neben ihrer Liebe zur Fotografie, eben auch, ein normales Teenagerleben zu führen. Aus der Sicht beider Charaktere, die zwischen den Ereignissen der Vergangenheit und der Gegenwart wechselt, entsteht eine fantastisch mitreißende Erzählung.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

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