Buch-Tipp "Atlas der Unordnung" zeigt 60 kuriose Karten

„Atlas der Unordnung“ von Delphine Papin und Bruno Tertrais, erschienen bei wbg Theiss.
„Atlas der Unordnung“ von Delphine Papin und Bruno Tertrais, erschienen bei wbg Theiss. Foto: wbg Theiss

Manche Landesgrenzen verlaufen entlang von Gebirgen und Flüssen oder sind historisch belegt. Doch andere sind unlogisch und sonderbar. Diesen widmet sich der "Atlas der Unordnung". 

Wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern das Katapult-Magazin. Es geht um Karten. Genauer gesagt politische Karten mit Botschaft. Das Magazin aus Greifswald im Norden Deutschlands ist damit bekannt geworden und hat sich gerade auf Social Media eine große Reichweite aufgebaut. Andere sind auf den Trend aufgesprungen, so auch der „Atlas der Unordnung“.

Darum geht’s: Unsere Welt ist kurios und unordentlich. Und wir Menschen machen sie uns teils unnötig kompliziert. Beispiel gefällig? Die Datumsgrenze. Die Bewohner der pazifischen Inselgruppen können nämlich wahlweise in die Zukunft oder Vergangenheit reisen. Wenn es in Niue Montag, 23.30 Uhr, ist, dann ist es auf den Linieninseln bereits Mittwoch, 0.30 Uhr (siehe auch Bild oben). Der Verlauf der Datumsgrenze ist aber nicht bis in alle Ewigkeit fix. Die Samoa-Inseln haben zum Beispiel einfach einen Tag ausgelassen, um in die für sie bessere Zeitzone zu wechseln. Neben der Datumsgrenze zeigt der „Atlas der Unordnung“ 59 weitere Karten mit sichtbaren, unsichtbaren und sonderbaren Grenzen. Es geht um den Einfluss Chinas, die Grenzen Europas und die Antarktis. Dazu vermittelt das Buch geschichtliches und politisches Wissen. In aller Kürze: Wer sich für Geografie interessiert und besondere Grenzen kennenlernen möchte, sollte sich den „Atlas der Unordnung“ ansehen.

Fazit: Der „Atlas der Unordnung“ zeigt anschaulich, wie kurios die Grenzen unseres Planeten zum Teil sind. Aber macht dieses Unperfekte unsere Gesellschaft und uns nicht irgendwo auch sympathisch? 

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