Brennpunkt Dr.-Martin-Luther-Platz Erneut randalieren Jugendliche in Dingolfing

Immer wieder kommt es am Dr.-Martin-Luther-Platz in Dingolfing zu Randalen. (Symbolbild) Foto: Peter Steffen/dpa

Die Polizei selbst spricht bereits von einem Brennpunkt. Damit gemeint ist der Dr.-Martin-Luther-Platz in Dingolfing. Zuletzt hatte es dort immer wieder Randale gegeben. Am gestrigen Mittwoch war es wieder soweit.

Ob und inwieweit die beiden Fälle am Mittwoch in Verbindung zueinander stehen, muss noch geklärt werden. Bislang steht lediglich fest, dass in der Nacht auf Mittwoch eine Fensterscheibe der Mittelschule eingeworfen worden war. Für die Stadt besonders ärgerlich: Exakt diese Scheibe war gerade erst erneuert worden, nachdem sie bereits kurz zuvor von bislang unbekannten Tätern zerdeppert worden war. So entstand erneut ein Schaden von rund 500 Euro. Täterhinweise gibt es auch im aktuellen Fall bislang keine. 

Ohnehin sieht die Dingolfinger Polizei in dem Schulgelände am Dr.-Martin-Luther-Platz bereits einen Brennpunkt. Das bestätigte sich auch am Mittwochabend erneut. Diesmal wurde die Polizei wegen einer größeren Gruppe feiernder Jugendlicher auf dem Areal verständigt. "Die Streife traf gegen 21.15 Uhr vor Ort ein und sah sich einem aggressiven Mob gegenüber, der die Beamten immer wieder provozierte", berichtet ein Polizeisprecher am Donnerstag. Aus diesem Grund wurde eigens Polizeiverstärkung aus Landau und Landshut angefordert. Erst dann gelang es den Polizisten, gegen die wütenden Teenager vorzugehen. Drei von ihnen, die besonders aggressiv waren, konnten identifiziert werden. Bei einem von ihnen handelt es sich um einen 15-Jährigen aus Dingolfing, der bei der Polizei bereits ein alter Bekannter ist. Er wollte offenbar dem Rest der Gruppe imponieren und ging die Polizisten besonders aggressiv an. Daher musste er unter Zwang mit auf die Dienststelle gebracht werden. Dabei leistete er erheblichen Widerstand. Ein Polizist wurde dadurch leicht verletzt.

Der Vater durfte später seinen betrunkenen Sprössling von der Polizeiwache abholen und ihm die Leviten lesen. Dem aggressiven Trio steht nun weiterer Ärger ins Haus. Unter anderem ein hohes Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Zusätzlich droht dem 15-Jährigen ein Wiedersehen mit dem Jugendgericht.

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