Braukunst in Aldersbach Dauerausstellung "Bier & Wir"

Dauerausstellung "Bier & Wir" in Aldersbach. Foto: Andreas Reichelt

Bereits im Jahr 1516 wurde mit dem Bayerischen Reinheitsgebot die Bedeutung des Bieres unterstrichen. Doch schon lange Zeit zuvor besaß die Braukunst in Niederbayern und dem angrenzenden Südböhmen eine immense Bedeutung für Land und Leute. In Aldersbach wird dies nun in einer Dauerausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Gemeinde Aldersbach ist nicht nur für ihre kirchlichen Gebäude bekannt. Vor allem ist es das Aldersbacher Bier, das man mit dem Ort verbindet. In altehrwürdigen Gemäuern untergebracht wird hier eifrig gebraut und verköstigt. Auch der Herstellung von Craft-Bieren hat man Platz eingeräumt. In der neu eingerichteten Ausstellung „Bier & Wir“ kann man nun die Bedeutung der Braukunst vor Ort auf vielfältige Art und Weise erleben.

Wenn man die kleine Straße Richtung Museumsshop und Bräustüberl hinaufgeht, lässt sich die jahrhundertelange Tradition regelrecht spüren. Die erste urkundliche Erwähnung der Brauerei reicht bis in das Jahr 1268 zurück. Im Rahmen der Säkularisation vor über 200 Jahren wurde sie dann von Johann Adam Freiherr von Aretin erworben. Noch heute befindet sie sich im Familienbesitz.

Schon im Jahr 2016 war die Landesausstellung „Bier in Bayern“ im kleinen Ort zu Gast. Einige der damaligen Exponate fanden in der Dauerausstellung „Bier & Wir“ einen neuen Platz. „Diese Räumlichkeiten werden nun wieder mit Leben erfüllt“, freut sich Aldersbachs Bürgermeister Harald Mayrhofer.

Doch nicht nur in Niederbayern hat man sich dem traditionellen Getränk gewidmet.

Bayern und Tschechien

Die Dauerausstellung „Bier & Wir“ ist das Resultat der Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien und wurde mit EU-Mitteln gefördert. In den barrierefreien Räumlichkeiten gibt es diverse Exponate.

„Da ist zum Beispiel die alte Brauerei selbst“, schwärmt Harald Mayrhofer. „Wir haben noch einen Gärkeller, wir haben einen Sudkessel, wir haben alles im Originalzustand da.“ Besonders die Malz-Trocknungsanlage, also die Darre, wurde mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt. „Wir haben im 2. Stock auch eine historische Schrotmühle aufgebaut“, fährt der Bürgermeister fort.

Eine Schautafel verschafft dem Besucher zudem einen Überblick über die gängigsten bayerischen und tschechischen Biersorten. Was sind obergärige und untergärige Biere? Wo liegen die Unterschiede zwischen Pilsener, Weißbier oder Starkbier? In detailreichen und teils sogar multimedialen Schaubildern kann man viele weitere Informationen dazu erhalten.

„Unter anderem erzählt ein interaktiver Wirtshaustisch spannende Geschichten zur Bierkultur aus bayerischer und böhmischer Sicht. Dank der Gegenüberstellung der bayerischen Brauerei Aldersbach und der tschechischen Brauerei Budweis werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den beiden Regionen im wahrsten Sinne des Wortes greifbar“, so Harald Mayrhofer. Wirtshausatmosphäre pur.

Sein Lieblingsbier finden

Moderne Biertrinker konsumieren oftmals nicht einfach die Produkte der nächstgelegenen Brauerei. Man „verköstigt“ heutzutage. Der Beruf des Bier-Sommeliers allein zeigt schon an, welch immense Kultur hinter dem einstigen Alltagsgetränk steckt.

So bietet die Ausstellung „Bier & Wir“ auch die Möglichkeit, sein eigenes Lieblingsbier ausfindig zu machen. An einer Art Mischpult kann man verschiedene Charakteristika seiner Geschmacksvorstellung justieren und erhält dann eine Bierempfehlung. „Aber verköstigen kann man nur das Aldersbacher Bier“, schmunzelt Harald Mayrhofer.

Den vollständigen Artikel lesen Sie im NIEDERBAYERN TV Magazin, Ausgabe 8. Sie finden es kostenlos zum Download unter www.passau-magazin.de.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading