Anlässlich der wöchentlichen Fragestunde waren nicht nur alle Reihen besetzt, manche Abgeordnete mussten sogar stehen. Niemand wollte das erwartete Spektakel vermissen. Der Premier geriet am Mittwoch angesichts der Partygate-Affäre massiv unter Druck: Zum einen, weil man jede Minute mit der Veröffentlichung des Berichts der Beamtin Sue Gray rechnete. Zum anderen, weil Scotland Yard nun ebenfalls die Feierlichkeiten in der Downing Street 10 und weiteren Ministerien während des Lockdowns untersucht.

Der Labour-Chef Keir Starmer wollte von Johnson wissen, wie viel Schaden er noch bereit sei, anzurichten, nur um seine Haut zu retten. Der Premier gab sich jedoch gewohnt kämpferisch: "Ich werde meinen Job weiter machen." Ob Johnson seinen Job tatsächlich behalten, kann, entscheidet er jedoch nicht alleine. Denn sein Schicksal liegt vor allem in den Händen der konservativen Abgeordneten.