Bonus komme zu spät Bayern fordert Bund zu Nachbesserung der Pflege-Löhne auf

Eine Pflegefachkraft zieht einem Klienten einen Kompressionsstrumpf an. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild/dpa

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (CSU) hat den Bund zu deutlichen Nachbesserungen in der Pflege aufgefordert. "Wir müssen die Arbeit in der Pflege endlich attraktiver gestalten und die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern", sagte Holetschek am Mittwoch in München. Es gehe um mehr als nur um den Pflegebonus.

"Der Bonus kommt viel zu spät und soll dazu noch Berufsgruppen und Beschäftigte ausschließen, die in der Pandemie ebenfalls hoch belastet waren und sind. Medizinische Fachangestellte sollen etwa weiterhin nicht berücksichtigt werden, doch auch sie haben Großartiges geleistet", unterstrich Holetschek. Die zweite Jahreshälfte als Auszahlungstermin komme überdies zu spät. "Der Bonus muss früher kommen. Die Beschäftigten haben dieses deutliche Zeichen der Wertschätzung mehr als verdient."

"Seit zwei Jahren arbeiten die Pflegekräfte in den Krankenhäusern, in den Pflegeheimen, bei ambulanten Pflegediensten und in anderen Einrichtungen am Limit. Ihr Job stellt eine extreme Belastung dar. Sie gehen jeden Tag an ihre Grenzen. Sie hätten diese Anerkennung eigentlich schon viel früher, spätestens aber jetzt verdient", sagte der Minister.

Bayerns Vorschläge zur Verbesserung der Situation in der Pflege lägen schon seit Dezember auf dem Tisch. Darunter ist eine Verdoppelung des Gehalts für Intensivpflegekräfte und vergleichbar belastete Berufsgruppen zumindest für das Jahr 2022 durch den steuerfreien Corona-Bonus sowie eine Steuerbefreiung für bestimmte Gehaltsbestandteile und -zuschläge.

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